Malte sucht sein Arbeitszimmer auf. Die Plätze vor den Pulten sind jetzt leer, nur im Hintergrund flammt noch eine Lampe, und Häberle hebt den Kopf von seiner Arbeit.

»Sind Sie noch hier, Herr Häberle?«

»Ich wollte nur den Auszug noch fertigstellen, Herr Konsul.«

»Ich danke; aber nun ist es genug.«

Häberle erhebt sich, grüßt und wendet sich zur Tür.

»Herr Häberle!«

»Herr Konsul!«

Malte kommt auf ihn zu und reicht ihm die Hand. »Sie haben mir immer treu beigestanden wie meinem Vater. Ich danke Ihnen. Jetzt ...«

Häberle ist bewegt und rückt an seiner Brille. Die Worte klingen so sonderbar. Ist das ein Abschied? »Herr Konsul,« sagt er und gibt seiner Stimme eine heitere Färbung, »wir haben Unglück gehabt wie andre auch. Das kommt vor, aber es ist zu verwinden. Wir kommen wieder hoch. Das Haus Treß hat manchen Stoß ertragen.«