Sie trat schnell auf das Lager zu und beugte sich darüber, stutzte aber erschreckt, als sie Maltes entstelltes Gesicht sah.

»Das?« fragte sie.

Güldenfey nickte bedeutsam.

Da hatte Frauke Poppelmann sich schon gefaßt. »Sei ganz ruhig, Malte«, sagte sie. »Ich weiß jetzt, daß ich zu dir gehöre.«

Ihre Stimme war verändert, weich, wie durch ein großes Geschehen geklärt und gesänftigt.

Eine gelähmte Hand tastete sich mühsam auf die dargebotene Frauenhand zu.

Und es war eine wundersame Stille um alle.

Der Weg nach Heilisoe

Abschied!

Was verbirgt und offenbart dieses Wort? Ströme von Tränen; Abgründe des Schmerzes; seelische Landschaften, zerklüftet und vereinsamt unter hoffnungslosem Wolkengrau; einen Riß durch quellende Adern, einen Damm aus fruchtlosem Gestein gegen das wandelnde Leben. —