Sie fragte, was er denke.

»Ich dachte an dich, Güldenfey«, sagte er. Und als sie ihn erstaunt betrachtete: »Ich fürchte, es könnte sich einer so an dich klammern. Malte mag seinen Weg gehen und Harro auch. Du aber hast deine eigene Richtung. Sie sollen dich nicht um irgendwelcher Pläne willen herausdrängen.«

Er faßte zärtlich bittend ihre Hand. Sie verstand ihn nicht und zuckte hilflos die Schultern.

Da sagte er ihr, daß Onkel Rolf nach dem Hochzeitsmahl in erwärmter Stimmung Malte den Vorschlag gemacht habe, seinen Sohn Klaus, der als abgedankter Hauptmann neue Tätigkeit suche, in die Firma aufzunehmen. »Er sprach unumwunden aus, Klaus wolle dich heiraten.«

»Und was sagte Malte?« fragte sie.

»Malte äußerte sich vorsichtig wie bei jedem neuen Geschäft.«

Plötzlich begann Güldenfey zu lachen. Sie stellte sich Klaus vor, wie er in seinem tadellosen Zivil durch die Straßen ging, mit verdüstertem Gesicht sorgfältig um jede Wasserlache herumstieg. Seine schlaffen roten Wangen, seine niedergezogenen Mundwinkel! Sah er nicht aus wie ein Schauspieler, der in seiner Glanzrolle ausgepfiffen war und der nun die Welt ob ihres Undanks verklagte?

»Was meinst du?« fragte er.

Sie lachte noch immer. »Laß doch das, du großer Junge! Verlohnt es sich denn, davon zu reden?«

Er war beruhigt. »Aber ruf mich, wenn sie dich bedrängen«, sagte er. »Die eines Geistes sind, sollen beieinanderstehen.«