Die in den Schreibstuben saßen, mußten mit. Sie stöhnten, sie schalten, aber sie fügten sich. Wer nicht mitlaufen konnte, wurde abgelohnt. Es waren genug brotlose Leute da. Zehn für einen.
Auch Herr Häberle stutzte. Arbeit wurde ihm so leicht nicht zuviel, aber er vermißte den Ausblick auf die Weite des Weges, den der junge Chef eingeschlagen. Warum tat der so geheimnisvoll? Er versuchte zu erkennen.
Malte besprach einmal mit ihm ein Vorhaben. Häberle riet ab.
»Warum fehlt Ihnen seit einiger Zeit das Vertrauen?«
»Herr Konsul, diese ungeheuren Wertmassen, die auf dem Papier stehen, deren Verzinsung allein den Geldvorrat der Welt übersteigt, werden uns in eine Sackgasse jagen, aus der keiner herausfindet.«
»Wollen Sie gegen den Strom schwimmen?«
»Nein, aber ich denke an unsern Namen. Die Valuta beruht auf dem Glauben, daß der Schuldner einlösen kann. Das muß mehr als eine Annahme sein, es wird aber allmählich zum Begriff.«
Er machte sich an seiner Brille zu schaffen. Malte überlegte und stand plötzlich auf.
»Sie haben recht, Herr Häberle. Aber wir tragen keine Verantwortung, denn wir müssen mitmachen. Gedulden Sie sich noch ein wenig, und Sie werden sehen, daß ich in dieser Wirrnis erkannte, was zu tun nötig war.« —
Endlich waren die Werker im Haus am Markt fertig, und die Schreiber und Rechnungführer hielten in die Räume, in denen es nach Kalk, Farbe und frischem Holz roch, ihren Einzug.