Die beißenden Reden fielen wie Funken in Zunder.

Plötzlich eine grelle Stimme: »Nehmt sie ihnen doch fort!«

Eine rauhe antwortete: »Tretet sie in den Dreck!«

Vier, sechs, acht Hände griffen zu, stießen, schlugen. Tische stürzten, Wagschalen klirrten. Ein Gelächter flog wie eine Lästerung in die helle Luft, als grobe Stiefel die toten Fische zerstampften.

Die Händler waren geflüchtet. War nicht im Rathaus die Wache? Es rasselte kein Säbel.

Aber die Zerstörer hatten Zulauf an Frauen und Unbärtigen. Man erzählte von der Heldentat mit großen Gesten. Eigentlich war ja jetzt alles getan, aber sollte die kochende Wut schon verdampfen? Nein.

Jetzt ein Wort, das wie ein Schüreisen in die Glut stieß. »So betrügen sie uns alle, die Schufte!« Wer rief das? Die Vorderen sahen sich um: überall heiße Augen, verzerrte Münder. Einen Augenblick Stille!

»Schlagt ihnen doch die Fenster ein!«

Das war das Wort, auf das alle Triebe lauerten; nun sprangen sie an. Ein vielstimmiges Gebrüll antwortete. Es bedurfte keiner weiteren Weisung. Dort lag der nächste Kaufladen, Mehl und Teigwaren in der Auslage; dahin wälzte sich die Masse.

Eine Hand warf hart die Tür zu und drehte den Schlüssel. Im Haufen lachte es roh auf. Eine Stange stieß gegen die Scheibe, ein Stein flog: splitternd barst das Glas, die vorragenden Zacken brach man nieder. Hände, besudelt von Blut und Schmutz, griffen hinein, zerrten heraus, warfen den andern zu, die schreiend auffingen. Das meiste geriet unter die Füße.