»Warum soll Deutschland außen stehen?«
Klaus schwieg eine Weile, dann sagte er: »Mein mütterliches Erbteil stecke ich nicht in dies Geschäft. Du weißt, Malte hat dies gewünscht.«
»Du bist der Mann stiller Beschaulichkeit«, knurrte Onkel Rolf.
»Was bliebe einem Menschen, der seinen Beruf verfehlt, sonst noch übrig, Vater? Aber verlaß dich darauf: von dem, was mir dieses klägliche Leben schuldig blieb, erliste ich mir dennoch soviel als möglich.«
Und seine Gedanken spielten wieder um das behagliche Haus, in dem die dunkelgescheitelte Witwe lebte. Noch einen Monat oder zwei! Es war gut in diesem Fall, sich ein wenig rar zu machen.
Onkel Rolf ging schweigsam. Es bedurfte nicht umstürzender Ereignisse, um das trübe Flämmlein seines Mutes dem Erlöschen nahe zu bringen. Wieder ging ein Plan in Trümmer. War Klausens Urteil über Malte berechtigt? Ach was! Er kannte des Sohnes Abneigung gegen geschäftliche Dinge zur Genüge. Und doch, man sollte aufmerken. Man war schließlich beteiligt.
Malte Treß saß einige Tage später in seinem Arbeitzimmer und vollzog einige Unterschriften. Ein Buchhalter stand neben seinem Stuhl, legte die Briefe vor und trocknete die Schriftzüge, die der Chef mit kurzem, kräftigem Strich unter den Schriftsatz zog. Ein Schreiben erregte Maltes Aufmerksamkeit.
»Sagen Sie, wann wollte Herr Häberle in Berlin sein?«
»Heute, Herr Konsul.«