IV.

Sie haben also auf Ihrer Amerikareise beobachtet, wie die verschiedensten Nationen der Erde politisch und sozial verhältnismäßig einträchtig zusammen leben können. Man braucht aber doch gar nicht so weit zu laufen, um diese internationale Harmonie zwischen vernünftigen, friedlichen Menschen betrachten zu können. Sehen Sie sich hier nur um. Welch ein sonderbares Gemisch von Menschen. Wie solidarisch arbeiten diese internationalen Kellner nebeneinander! Da gibt es keine Reibereien wegen der Nationalität oder Politik. Rassenfragen kommen hier nicht in Betracht. – Haben Sie schon jemals die Schar der internationalen Jünglinge auf ihre Nationalität hin geprüft? Nicht? – Dem ruhigen, aufmerksamen Beobachter müßten dabei doch allerhand ernste Gedanken aufkommen. – Ich habe oft darüber nachgeforscht und gefunden, daß Deutschland bei weitem das größte Kontingent an Jünglingen stellt, die als Kellner in die Welt hinauswandern und schließlich ihre Heimat ganz und gar in der lauwarmen, farblosen, kosmopolitischen Pürée verlieren und vergessen. Dann folgen vielleicht Österreich, Italien, Frankreich und Skandinavien mit entsprechender Anzahl. Es ist bemerkenswert, daß man den stolzen Briten sehr selten als Kellner antrifft. Selbst in seiner Heimat nicht. Sein Nachbar, der Ire, tritt in der Rolle als Ganymed schon etwas häufiger auf, aber diesen Inselbewohnern geht jedes besondere Talent für die gewandte Kunst der Kellnerei ab. Ein geborener Amerikaner, ein waschechter, vollblütiger, freier Yankee ist als Kellner im großen ganzen einfach undenkbar. – Was geht nun daraus hervor? – Können Sie nicht ganz charakteristische Züge der einzelnen Nationen daraus erkennen? – Sie beliebten einmal zu sagen, daß die Kellner alle servile Naturen wären oder sein müßten. – Hm, das wäre für die Germanensöhne, die so zahlreich im Kellnerfrack auftauchen, und für die ganze deutsche Nation nicht besonders schmeichelhaft. – Ich suche jedoch den Grund, wie gesagt, in anderen Umständen. – Nein, der Kellner soll und muß keine servile Natur sein, um seinen Beruf auszuüben. Die weitgehende Toleranz der Deutschen gegen Ausländer, ihre bekannte Vorliebe für das Fremde, ihre Wanderlust, das alles bewegt den jungen Deutschen mehr als die Söhne anderer Nationen, sich dem Kellnerstande zu widmen. Außerdem befähigt ihn noch ein ethnologisch und politisch genugsam bekannter Umstand ganz außerordentlich zu diesem Berufe: ich meine die große Dosis von Gemütlichkeit und himmlischer Geduld, die der deutsche Michel noch immer besitzt. Gemütlichkeit ist deutsch. Es ist ein deutsches Wort. Es läßt sich nicht übersetzen; man kann es in einer anderen Sprache nur ganz umständlich umschreiben. Gemütlichkeit ist aber das große Geheimnis, das ein Hotel, ein Gasthaus, ein Restaurant oder irgendeinen menschlichen Bau überhaupt anziehend macht. Außerdem spricht noch ein anderer wichtiger Faktor im Werdegang des Kellners mit: die Fähigkeit, Sprachen zu erlernen. Diese Fähigkeit besitzt der Deutsche in etwas größerem Maße als sein französischer oder englischer Nachbar, obgleich der Deutsche sich immer wieder durch einen abscheulichen Akzent und seine urdeutsche Denkweise verrät. Unter den Romanen erlernen die Italiener fremde Sprachen verhältnismäßig leicht. Das Übergewicht dieser Nationen im Kellnerstande ist zweifellos in diesen Umständen zu suchen. So hat jede Nation ihre Eigenheiten. Anglosachsen machen dank ihres Pferdeverstandes ganz ausgezeichnete Stallknechte, Jockeys, Grooms, Lakaien, Butlers, dank ihrer Suprematie in Herrenmoden ganz vorzügliche Valets – Gebiete, auf denen ihnen der Deutsche und jeder Kontinentale überhaupt sehr weit nachsteht.

Ob ich noch mehr von dem Kellner zu erzählen weiß? – Aber ich habe ja kaum erst angefangen! – Das Wichtigste habe ich mit echtem dramatischen Instinkt noch gar nicht hervortreten lassen. Und das wäre? – Oh, nur zu wissen, was für ein Mensch sich aus ihm durch seine eigenartige Tätigkeit entwickelt. Zu sehen, wie sein Inneres beschaffen ist, wie es darin aussieht, was wir daraus lernen können oder was interessant für uns ist. Das Dasein bedenkt unsern jungen Freund mit sehr wenig guten Gaben, aber dafür schenkt es ihm eine seiner besten: Welt- und Menschenkenntnis. »Es schenkt« ist etwas optimistisch. Ich sollte sagen: das Dasein prügelt ihm diese Kenntnis ein. Immer und immer wieder wird das Leben dem Unwissenden mit schweren Streichen diejenige Weisheit einbleuen, die es von ihm verlangt. Aber am Ende ist es doch ein wunderbares Geschenk! Ob der Mensch nun weise dadurch geworden ist, oder ob er sich als ein Vernichteter, als ein töricht Grollender, als ein Ankläger des Lebens in die Dunkelheit zurückziehen muß, ist einerlei. Das schöne Geschenk bleibt.

So ist ein guter Kellner schon in jungen Jahren oft ein vollendeter Menschenkenner. Er ist das Feingefühl und die Diskretion selber. Denn das große Leben führt ihn unter die Menschen. Er hat sie zu behandeln wie der Knecht seine Viehherden, wie der Schmied sein Eisen; er hat sich mit den Menschen abzufinden wie der Bergmann mit giftigen Gasen und schlagenden Wettern, wie der Soldat mit pfeifenden Kugeln. Die sorgende Natur rüstet ihre Geschöpfe je nach den Verhältnissen aus. Raubtiere und Raubvögel haben gelernt, selbst bei Nacht ihre Augen zu gebrauchen. Tiefseetiere in ewiger Meeresdunkelheit sind mit natürlichen Laternen ausgerüstet. Das Wild, zum Schutz gegen den Jäger, hat einen wunderbaren Spürsinn erworben. Früher war das anders. Als die Menschen noch nicht so zahlreich waren und dem Wilde mit weittragenden Waffen nachstellten, waren die Tiere dumm, zahm, vertraulich. Die alten Leute im Westen von Amerika können davon noch manches Stücklein erzählen. Die Tiere der Prärie fürchteten anfangs die unbekannten Menschen nicht, die in ihre friedliche Heimat eindrangen, bis sie merkten, daß die bösen Eindringlinge Schießgewehre hatten. Die Indianer, die den Kolumbus begrüßten, waren freundlich, bis sie die Herren Spanier kennen lernten. Als die Indianer in der Gegend von Boston vor drei Jahrhunderten den ersten Besuch aus Europa erhielten, traten sie bereitwilligst ihr Land an die Eindringlinge ab, da sie glaubten, daß die Hütten und Felder, die sich die Puritaner bauten, Eigentum eines jeden Menschen und der ganzen Gemeinde seien. Sie konnten daher gar nicht begreifen, daß die frommen Bleichgesichter die fraglichen Häuser und Grundstücke ganz für sich allein in Anspruch nahmen. So mußten die schlichten, biederen Rothäute mit ihren unvergleichlich schönen kommunistischen Ideen die Erkenntnis von der Habgier und den Rechtsbegriffen der bleichen Puritaner erst löffelweise hinunterschlucken und endlich gar im Namen der Zivilisation langsam, Mann für Mann, vor den frommen Leuten mit den dicken Bibeln und Flinten zurückweichen, wobei es natürlich Mordbrennen, Blut und zerschundene Köpfe die Menge gab.

So paßt sich also jedes Ding und Wesen den obwaltenden Verhältnissen an – oder es weicht. Es ist sonderbar, zu beobachten, daß Geschöpfe mit ausgeprägt individuellen Charakteren sich schlecht anpassen und lieber weichen. Der moderne Mensch aber scheint dies nicht zu tun. Er beugt sich gern. So entwickelt sich auch das Gemüt des Kellners vom Kinderzustand auf in das, was ihm zu seiner Verteidigung, zu seinem Vorteil und zur Selbsterhaltung am geeignetsten erscheint. Dieser Vorgang ist ohne Zweifel ein großer Kampf. Die Kenntnis der feindlichen Situation, der Stärke und Schwäche ist bei einem Kampfe die Hauptsache. Und darum kennt der Kellner seine Menschen. Von dieser Kenntnis hängt seine ganze Existenz ab. Da er aber früh als Knabe und meistens ohne Anleitung in den großen Wirrwarr gestoßen wird, wo der Andrang der Ereignisse und Anblicke so stark ist, daß es des Mutes eines erfahrenen Mannes bedarf, um die Lage zu erkennen, das Gute daraus zu sondern und zu verwerten, so nimmt der Entwicklungsgang unseres jungen Freundes selten den richtigen Lauf. Man kann leider sagen, daß er sich in den meisten Fällen total verirrt, weil es an der Anleitung und Belehrung fehlt, und die Erkenntnis kommt meistens erst zu spät.

Daher kommt es, daß bei den Schwächeren der Grundzug des Charakters hündische Furcht und dienerisches Kriechen vor dem Reichtum und dem äußerlichen Glanze ist, was ihnen gerechterweise die Verachtung ihrer Mitmenschen einbringt und dem ganzen Stande unberechenbaren Schaden zufügt. Anderen dienen zur Erreichung ihrer Zwecke, zur Erhaltung ihres Daseins, listige, kleinliche Unehrlichkeiten, allerhand abgefeimte Schliche und Wege, die ein gesunder Mensch verabscheuen muß. Zufällig bietet auch noch ihr Beruf zu derartigem Treiben unendlich viel Gelegenheiten. Bei wieder anderen, zwar ehrlichen, selbstbewußten, aber beschränkten Naturen wird ein aufrührerisches Element und heimlicher Haß gegen den Reichtum geweckt und gefördert, bis sie schließlich total ihres Berufes überdrüssig werden und ihr Leben als ein verfehltes betrachten. Und so geht es weiter. In allen Nuancen und Schattierungen. Ein jeder nimmt mehr oder weniger Untugenden, Irrtümer, Erlebnisse, Erinnerungen, Eindrücke aus seiner großen, tobenden Umgebung in seinem jungen Herzen auf und wird sein Lebtag lang daran zu schleppen haben. Nicht jeder besitzt die Kraft, sich wieder zu erheben, nachdem ihm das Leben die Augen geöffnet und ihm hohnlachend ins Angesicht geschlagen hat, als es seine Jugendhoffnungen vernichtete. Er kann sich nicht mehr losreißen, er kann nicht mehr von vorn beginnen, er ist ein Sklave der Zeit geworden. Und gebrochen schleicht er sich dahin, siech, zertreten, er schämt sich der Wunden, die ihm geschlagen wurden, er sucht sie zu verbergen, er gebärdet sich wie ein feiges Tier. Er ist ein Anblick der Verachtung für alle, die ihn nicht kennen.

Gewiß, Sie haben recht, es ist seine eigene Schuld, wenn ein Mensch zugrunde geht. Aber haben wir, seine Umgebung, nichts damit zu tun? Tragen wir nicht einen Teil der Schuld? – Sie glauben nicht, daß die Umgebung hier einen besonderen Einfluß auf das Gemüt eines jungen Menschen hat? Und hier geht ja alles so gesittet und fein zu! Doch wir wollen eine Stichprobe machen. Ich greife ganz willkürlich in das volle Speisesaalleben hinein. Sie müssen verzeihen, wenn ich bei dem Impromptu-Inventar nicht die richtige Reihenfolge einhalten kann. Sehen Sie nur! Sie sind, wie sie kommen, ohne Maß, ohne Regel, in unendlicher Variation, in jeder Schattierung, in allen Bildungs-, Gesellschafts- und Geschäftsgraden. In allen Charakteren. Sie sind die Deputationen, die Repräsentanten aller Stufen des Lebens. Und hier gerade, wo wie an keinem anderen Orte das innige, unzertrennliche Verhältnis der Menschen zueinander, zu den Geschöpfen der Erde und zum Boden selbst so stark betont und bejaht wird, hier ist der einzelne ein Namenloser, ein Machtloser. Und seine Stimme ist nur eine leere Nummer im Rate der treibenden Lebensmächte. Doch sie wird von ihm verlangt. Er muß sie werfen. Und so kommen sie: edel, gütig, klug, dumm, weise und töricht, reichbegabt und einfältig, Lebenskünstler und Idioten, Menschenfreunde und Menschenhasser.

Sehen Sie dort in der Ecke die speisende Familie. Wehe, wenn die Lampenschirmchen über den Kerzen mit der Farbe der Blumen nicht übereinstimmten oder die gleichfarbigen Bändchen am Menü vergessen wären. Die Leutchen würden unglücklich sein, wenn sie frische Veilchen auf dem Tische hätten und man brächte ihnen noch kandierte. Der alte Herr schweigt. Er schläft beinahe. Die eine Dame strahlt. Ich würde daran erkennen, daß sie die Mutter der beiden andern ist, wenn sie mir nicht persönlich bekannt wäre. Sie hat eine heiße Leidenschaft für Jan Toroop, Edvard Grieg und toasted Educator Crackers. Die Neuheit, welche ohne ihr Wissen der Maître d'hôtel ihrer Rivalin ersann, kostete dem Armen beinahe seine Stelle. Heute hat sie Eingeladene. Reizende Schwiegersöhne in spe, was weiß ich. Ich schließe das aus den Lilien auf dem Tisch. Und aus dem Umstand, daß sie das Diner selber austeilt. Sie will heute absolut als liebende Mutter, als sorgende Hausfrau erscheinen. Oder ob sie dem Kellner grollt und das Trinkgeld sparen will? Der blonde Herr, der so schüchtern tut, erhält aller Konvention zuwider ein besonders gutes Stück sole au vin blanc. Und recht viel liebevolle Sauce dazu. Wie reizend! Alles schon en famille! – Das geschminkte, juwelenbeladene Weib als Mutter! Als essenverteilende Hausfrau! Das sieht genau so aus, wie die Dämchen, die Mätressen, die Intrigantinnen, die Teufelinnen der Rokokozeit, welche sich mit Vorliebe als sanfte Schäferinnen kleideten. – Die Menschen, die sich Gesellschaft nennen, sind klein im Großen, aber groß im Kleinen, barbarisch im Feingefühl, ästhetisch im Vandalismus. Sie sind Künstler der Bagatelle, Priesterinnen des Firlefanz, Anbeter des Trivialen, Koryphäen der Kleinigkeit. – Sie schätzen ihre Mitmenschen, sie verachten sie. Sie sind körperlich gesund oder krank, seelisch frisch oder matt. Sie sind mit allem zufrieden, oder es ist ihnen nichts gut genug.

Greifen Sie nur hinein, und Sie werden verstehen, was ich sagen will! Greifen Sie nur! Glänzende Hallen – sinnverwirrendes Stimmengemisch – himmlisches Gedränge – Seide und Gold – zirpende, girrende Geigen – weiche, flötende Stimmen – hoffärtiges Gelächter – schluchzende Klarinetten – ohrenbetäubendes Gesumme – süßes, geheimnisvolles Kichern – Lorgnetten – Programme – offenes, volles Lachen – Elektrizität – Tellergeklapper – dürre und gemästete Körper – Wagnerakkorde – Menüs – brummende Männerstimmen – hastiges Geflüster – flehende, weinende Cellos – Lackschuhe – Silberrasseln – goldene Zwicker – Banknoten – Gläserklang – Kellnerschweiß – Monokels – duftende Haare – Hummergeruch – Mähnen – Neurastheniker – Rosen – Kleingeld – warme, parfümierte Frauenleiber – Fräcke – Tabaksdunst – raschelnde Seidenröcke – Weinaroma – Haare, gewachsen auf Köpfchen junger Bauerndirnen, zu hohen Preisen erstanden, mit Diamantenkämmen zusammengehalten – Küchenatmosphäre – italienische Melodien – Palmen – zierliche Füßchen – gemästete Seelen – Orchideen – Hochstapler – Menschengerüche jeder Art – Glatzköpfe – schwammige Busen, mit Brillanten bedeckt – junge Männer, stolz mit und ohne Grund – frech blitzende Broschen – wilde Augen – fettes Wohlbehagen – bekrönte Monogramme – junge, fesche Weiber mit Schlangenleibern – leere Augen – Schwindler – Schmunzeln – Nelken – herrliche Waden – Künstliches und Echtes – korpulente alte Damen, schnaufend und pustend – wollüstige Augen – Kauwerkzeuge in Aktion – Plüschsessel – Königinnen – welke, kalte Finger – aufdringliches, raffiniertes Parfüm – Perlen – Opernmäntel – kühne, alles dominierende Blicke – selbstbewußte Faltenhemden – blöde Augen – hungrige Ungeduld – Tugend, fertig und nach Maß gemacht – Schecks – Künstler – herrliche, weiße Schultern – Fürsten – sanft schimmernde Perlenschnüre – Stoiker – müde, tote Augen – Protzen – echte und unechte Lockenfülle – zappelnde Schlottergreise mit pergamentenen Gesichtern – brennende Augen – fette, rote, wollüstige Tatzen – echte und unechte Adelige – Spitzen, vor etlichen Jahrhunderten geklöppelt, früheres Eigentum verarmter Prinzessinnen – heiße Augen – wohlbeleibte Bonvivants mit krebsroten gedunsenen Gesichtern, feisten Genicken, in die der weiße, enge Kragen tief einschneidet – Rechnungen, Additionen – nur Additionen – suchende Augen – Likörgeruch – Diebe – Klarinetten – Flüche – schlanke, weiße, edle Hände – keinen Gott, nur Nippesgötzen – Bonbons – kecke, feste Brüstchen – Trinkgeld – Pracht – Aufwand – Armut – Lüge – Geiz – Widerspruch – Licht – Verschwendung – Angst – Schatten – Hohn – das eherne, unbewegliche Gesicht des Lebens – starre Augen – ganz fernes dämonisches Gelächter – Kinderstimmen – Hoffnung – Frühling – und durch das Ganze hetzt der Kontrabaß: Schrumm! schrumm! schrumm! – – Was ist die Summe? – – – –

Stumm, schwitzend, hastend, besorgt, gehetzt drängt sich unser Mann durch das Gewühl. Manch nagender Ärger, manche gottlose Verwünschung gegen sich und andere werden hinuntergewürgt. Und alles bestürmt und beladet seinen jungen Geist. Es verwirrt, entmannt, vernichtet alle ursprüngliche Frische. Die Stimme für die Urne des Lebens wird verlangt, aber die Kraft des Urteils wird gebrochen. Der Stimmzettel flattert blank, wertlos, leer in die Dunkelheit hinein. – – –