Nicht ein Geschichtswerk wollte ich verfassen sondern die Eindrücke wiedergeben, unter denen mein Leben sich vollzog, und die Richtlinien klar legen, nach denen ich glaubte, denken und handeln zu müssen. Fern lag es mir, eine Rechtfertigungs- oder Streitschrift zu verfassen, am fernsten aber war mir der Gedanke an Selbstverherrlichung. Als Mensch habe ich gedacht, gehandelt und geirrt. Maßgebend in meinem Leben und Tun war für mich nicht der Beifall der Welt sondern die eigene Überzeugung, die Pflicht und das Gewissen.

Inmitten der schwersten Zeit unseres Vaterlandes niedergeschrieben, entstanden die folgenden Erinnerungsblätter doch nicht unter dem bitteren Drucke der Hoffnungslosigkeit. Mein Blick ist und bleibt unerschütterlich vorwärts und aufwärts gerichtet.

Ich widme das Buch dankbar allen Denen, die mit mir im Feld und in der Heimat für des Reiches Größe und Dasein kämpften.

Im September 1919.


[pg VII]

Inhaltsverzeichnis

Zur Einführung [V]
Erster Teil. Aus Kriegs- und Friedensjahren bis 1914[3][67]
Meine Jugend[3][15]
Hindenburg-Beneckendorff [3][5]. Eltern und früheste Jugend [6][8]. Im Kadettenkorps [9][15].
Im Kampf um Preußens und Deutschlands Größe[16][47]
Im 3. Garderegiment zu Fuß [16][17]. 1866. Ins Feld [18]. Bei Soor [19]. Königgrätz [20][25]. Nach Königgrätz [26]. In die Heimat zurück [26][27]. In Hannover [28][29]. 1870. Wieder ins Feld [30]. Bei St. Privat [31][35]. Nach der Schlacht bei St. Privat [36]. In die Schlacht bei Sedan [37][38]. Sedan [39]. Vor Paris [40][41]. Kaiserproklamation [41][42]. In Paris [42][44]. Die Kommune [45][46]. Der zweite Einzug in Berlin [47].
Friedensarbeit[48][63]
Kriegsakademie [48]. Generalstab [49][50]. Bei Generalkommando und Division [50][52]. Kompagniechef [52][53]. Im Großen Generalstab [53][56]. Lehrer an der Kriegsakademie [57]. Im Kriegsministerium [58]. Regimentskommandeur [58][59]. Korpschef [59][60]. Divisionskommandeur [60]. Kommandierender General [61][62]. Abschied [63].
Übergang in den Ruhestand[64][67]
Deutsches Heer und Volk [64][66]. Ausblick [66][67].
Zweiter Teil. Kriegführung im Osten[69][144]
Der Kampf um Ostpreußen[71][99]
Kriegsausbruch und Berufung[71][74]
Deutsche Politik und Dreibund [71][73]. Mobilmachung [74].
Zur Front[75][79]
Armeeführer. General Ludendorff [75]. Lage im Osten [76]. Verhältnis zu General Ludendorff [77][79].
Tannenberg[79][91]
Im Armee-Hauptquartier [79]. Russische Absichten [80]. Entwickelung des Schlachtenplans [81]. Gefahr von Seite Rennenkampfs [82]. Stärkeverhältnisse [83]. Die Marienburg [84]. Tannenberg [85]. Entwickelung der Schlacht [86][87]. Entscheidungskampf [88][89]. Ergebnis [90][91].
Die Schlacht an den masurischen Seen[91][99]
Neue Aufgaben [91][93]. Rennenkampf [93][94]. Zum Angriff vor [95]. Verlauf der Schlacht [96][99].
Der Feldzug in Polen[100][116]
Abschied von der 8. Armee[100][104]
Zusammenwirken mit der österreichisch-ungarischen Heeresleitung [100][102]. Nach Schlesien [102][104].
Der Vormarsch[104][108]
Operative Lage [104][105]. Polnische Zustände [106]. Kämpfe bei Iwangorod und Warschau [106][107]. Russische Gegenoperation [108].
Der Rückzug[109][112]
Neue Pläne [109]. Weiterer Widerstand in Polen [110]. Rückzug an die schlesische Grenze [111][112]. Oberbefehlshaber im Osten [112].
Unser Gegenangriff[112][116]
Wechselspiel der Operationen [112][115]. Ende der Kämpfe in Polen [116].
1915[117][134]
Frage der Kriegsentscheidung[117][122]
Kämpfe und Operationen im Osten[122][130]
Ansichten der österreichisch-ungarischen Heeresleitung [123]. Winterschlacht in Masuren [124][125]. Russische Gegenangriffe [125]. Unsere allgemeine Offensive im Osten. Rolle des Oberkommandos Ost [126][127]. Eigene Pläne. Nowo Georgiewsk. Wilna [128][130].
Lötzen[130][133]
Kowno[133][134]
Das Feldzugsjahr 1916 bis Ende August[135][144]
Der Russenangriff gegen die deutsche Ostfront[135][140]
Der Winter 1915/16 [135][136]. Schlacht am Naroczsee [137][140].
Der Russenangriff gegen die österreichisch-ungarische Ostfront[140][144]
Verdun und Italien [140][141]. Wolhynien und Bukowina [142][143]. Erweiterung des Befehlsbereichs [143][144].
Dritter Teil. Von der Übertragung der Obersten Heeresleitung bis zur Zertrümmerung Rußlands [145][294]
Berufung zur Obersten Heeresleitung[147][167]
Chef des Generalstabes des Feldheeres[147][148]
Kriegslage Ende August 1916[148][150]
Politische Lage[150][154]
Die deutsche Oberste Kriegsleitung[154][161]
Die österreichisch-ungarische Wehrmacht [156][158]. Das bulgarische und türkische Heer [158][159]. Unsere Leistungen im Kriege [160][161].
Pleß[161][167]
König Ferdinand von Bulgarien [162]. Kaiser Franz Joseph [163]. Generaloberst Conrad von Hötzendorf [163][164]. Enver Pascha [164][165]. General Jekoff [165]. Talaat Pascha [166][167]. Radoslawow [167].
Leben im Großen Hauptquartier[168][175]
Regelmäßiger Tagesverlauf [168][172]. Besucher [173][175].
Kriegsereignisse bis Ende 1916[176][198]
Der rumänische Feldzug[176][187]
Unsere politische und militärische Lage zu Rumänien [176][177]. Bulgarischer Angriff in Mazedonien [178]. Rumänische Kriegserklärung [179]. Bisheriger Feldzugsplan [179][181]. Niederwerfung Rumäniens [182][187].
Kämpfe an der mazedonischen Front[187][189]
Auf den asiatischen Kriegsschauplätzen[189][192]
Die Ost- und Westfront bis zum Ende des Jahres 1916[192][198]
Unterstützung Rumäniens durch Rußland [192][194]. Fortdauer der Kämpfe vor Verdun [194][195]. Zum erstenmal an der Westfront [196][198].
Meine Stellung zu politischen Fragen[199][218]
Äußere Politik[199][210]
Politik und Kriegführung [200][201]. Polnische Frage [201][203]. Polnische Freiwilligentruppen [203][204]. Irrige Hoffnungen [204]. Dobrudscha-Frage [205][206]. Politische Erregung in Bulgarien [206][207]. Türkische Politik [207][210].
Die Friedensfrage[210][215]
Innere Politik[215][218]
„Hindenburg-Programm“ [216]. Vaterländischer Hilfsdienst [216][218].
Vorbereitungen für das kommende Feldzugsjahr[219][237]
Unsere Aufgaben[219][227]
Allgemeine Lage Winter 1916–17. Aufgezwungene Verteidigung [219][222]. „Siegfriedstellung“ [223]. Ablehnung von Angriffsplänen in Italien und Mazedonien [224][227]. Aufgabe der Türkei für 1917 [227].
Der Unterseebootkrieg[228][234]
Blockade und Menschlichkeit [228][229]. Amerikanische Munition [229]. Hoffnungen verbunden mit dem Unterseebootkrieg [230][232]. Erwägungen und Entscheidung [232][233]. Der höchste Einsatz [234].
Kreuznach[235][237]
Der feindliche Ansturm im ersten Halbjahr 1917[238][251]
Im Westen[238][244]
Vorbereitung für die Abwehrschlachten [238][240]. Frühjahrsschlacht bei Arras [240][242]. Doppelschlacht Aisne-Champagne [242][244].
Im nahen und fernen Orient[244][246]
An der Ostfront[246][251]
Russische Revolution [246][247]. Eigene Zurückhaltung [247][248]. Weiterentwickelung des russischen Umsturzes [248][249]. Letzte russische Anstürme [250][251].
Unser Gegenstoß im Osten[252][258]
Das Wagnis des Gegenstoßes [252][254]. Tarnopol [254][255]. Riga und Ösel [256][258].
Angriff auf Italien[259][263]
Fortsetzung der feindlichen Angriffe im zweiten Halbjahr 1917[264][293]
Im Westen [264][268]
Ausgang der flandrischen Schlacht [264][265]. Cambrai [265][267]. Erfahrungen [267][268]. Angriffe der Franzosen [268].
Auf dem Balkan[268]
In Asien[269][276]
Englische Operationen in Asien [269][272]. Pläne zur Wiedereroberung Bagdads [272][273]. Verhältnisse im türkischen Heere [274]. Unsere Unterstützungen [275][276].
Ein Blick auf die inneren Zustände von Staaten und Völkern Ende 1917[277][293]
Der türkische Staat [277][279]. Bulgarien [280][283]. Österreich-Ungarn [283][284]. Die deutsche Heimat [284][288]. Frankreich [288][289]. England [290]. Italien [290][291]. Vereinigte Staaten von Nordamerika [291]. Kriegsverlängerung [291][293].
Vierter Teil. Entscheidungskampf im Westen[295][354]
Die Frage der Westoffensive[297][314]
Absichten und Aussichten für 1918[297][312]
Aussichten und Vertrauen [297][301]. Angriffsabsichten [301]. Lage und Entschluß [301][303]. Truppenschulung [304]. Vereinigung der Kräfte im Westen [305]. Schwierigkeiten im Osten [306][307]. Finnische Expedition [308]. Österreichisch-ungarische Unterstützung [308][309]. Truppen aus Bulgarien und der Türkei [310]. Defensive 1918? [311][312].
Spa und Avesnes[312][314]
Unsere drei Angriffsschlachten[315][338]
Die „Große Schlacht“ in Frankreich[315][321]
Die Schlacht an der Lys[321][326]
Die Schlacht bei Soissons und Reims[327][333]
Die Schlacht [328][331]. Die Menschlichkeit auf dem Schlachtfelde [332][333].
Rückblick und Ausblick Ende Juni 1918[333][338]
Im Angriff gescheitert[339][354]
Der Plan zur Schlacht bei Reims[339][343]
Die Schlacht bei Reims[343][354]
Unser Angriff [343][346]. Ergebnis [347]. Des Feindes Gegenstoß [348][351]. Entschluß zur Räumung des Marnebogens [351]. Haltung unserer Truppen [352]. Bedeutung des Schlachtausgangs [353][354].
Fünfter Teil. Über unsere Kraft[355][402]
In die Verteidigung geworfen[357][366]
Der 8. August[357][361]
Die Folgen des 8. August und die Fortsetzung unserer Kämpfe im Westen bis Ende September[362][366]
Der Kampf unserer Bundesgenossen[367][389]
Bulgariens Zusammenbruch[367][377]
Der Sturz der türkischen Macht in Asien[377][383]
Militärisches und Politisches aus Österreich-Ungarn[383][389]
Unterstützung unserer Westfront [384]. Kämpfe in Albanien [385]. Erstreben des Kriegsendes [386]. Graf Czernin [386][388]. Graf Burian [388]. Letzte österreichische Friedensversuche [389].
Dem Ende entgegen[390][402]
Vom 29. September zum 26. Oktober[390][397]
Verhältnisse an der Kampffront [390][391]. Unser schwerster Entschluß [392][393]. Unser Waffenstillstands- und Friedensangebot [394][395]. Fortschreitender Zerfall der Heimat [396][397].
Vom 26. Oktober zum 9. November[397][402]
Das Ende des Widerstandes unserer Bundesgenossen [398][399]. Die höchste Spannung und das Zerreißen [400][402].
Mein Abschied[403][406]
Personenverzeichnis[407][409]

[pg 1]