Jon. Nur noch eine Frage, wenn es erlaubt ist —— Wer ist der Herr?

Der König. Ich bin der König!

Jonas (der den Hut vom Kopfe reißt, und ihm zu Füssen stürzt.) Eure Majestät izt habe ich unrecht!

Der König, (der ihn liebreich emporhebt.) Nein Jonas, du hast recht! Steh auf! Setze dich! —— Ich komme nicht dich zu zwingen, du bist Vater, du kannst die Hand deiner Tochter verschenken, aber ich komme zu dir als ein Freund, dich zu bitten; sieh ein würdiger Jüngling liebt dein Kind, und dieses süsse Mädchen liebt ihn. Willst Du als Vater zwey verbundene Herzen trennen?

Jon. O Eure Majestät, ich habe nur Thränen zur Antwort! Ich habe unrecht, Eure Majestät haben allezeit recht! Segen auf Euch meine Kinder! O welch ein glücklicher Vater bin ich, da mein Landesfürst selbst mich würdiget, unter mein Strohdach einzutreten, und mich und meine Familie zu beglücken. He Rosalia!

Rosalia, Lindor, und Isidor schlichen zu. Andere, Landleute horchten neugierig, und der König verband die jungen Verliebten. Sie stürzten zu seinen Füssen, und die Segenswünsche tönten aus dieser glücklichen Hütte bis zum Throne.

Anekdote.

Eduard liebte Salinien täglich mehr. Umsonst war seine angewandte Mühe, sie zu vergessen; umsonst wandte der bescheidene Alsin und seine schöne Tochter selbst alle Vorsicht an, die siegenden Reize bey allen Gelegenheiten dem Auge des gekrönten Liebhabers zu entziehen. Eduard liebte, und entschloß endlich nach langem Kampfe die Tugend dieses würdigen Ministers, und seiner Geliebten zu krönen, und seinen Thron mit diesem weiblichen Kleinod zu schmücken. Der ganze Hof rüstete sich bereits zu dieser Feyerlichkeit, und man erdachte ausserordentliche Feste. Unter andern Schauspielen erschien ein allegorischer Tanz.

Ballet.

Die Scene ist eine gebirgigte Gegend mit Bäumen umgeben, in der Mitte eines Hügels raget über dem Tempel der Weisheit eine prächtige Sternwarte hervor. Beym goldenen Thore sitzt der Vorsteher, und begrüsset die ankommenden Weisen und Sternkündigen, welche mit Büchern und Ferngläsern belastet erscheinen. Sie drücken alle ihre Begierde aus, neue Entdeckungen zu machen, wodurch sie ihre Unsterblichkeit erreichen.