Und Fredrik schaute noch immer fragend zur Mutter hinauf. Er betrachtete ihre Hände, die welk und rissig waren, und liebkoste sie.

Ganz schüchtern öffnete er dann wieder den Mund:

„Mutter, sag . . .“

Und da bemerkte sie sein schmales, entstelltes Gesichtchen. Die spitze Falte zwischen den Augenbrauen und den verquollenen Mund, den die obere Zahnreihe gewaltsam aufstieß.

„Ja, ja, Jungchen. Ich werde dir den Vater zeigen, wenn wir wieder zu Hause sind. Wenn die Sterne scheinen. Dein Vater ist ein Stern. Ein ganz heller Stern.“

Fredrik reckte den Hals, und der Atem pfiff hindurch wie das Gekreisch einer Ratte, die im Eisen sitzt. Er mahlte mit den Zähnen irgendein Wort, aber eine fröstelnde Scheu fraß es ungeboren wieder weg.

„Ja, ja, Jungchen, dein Vater ist ein Stern.“

Fredrik gab sich einen Ruck und sagte weinerlich: „Wenn du mir den Stern zeigst, werde ich auch nie mehr fortlaufen.“

Am Abend, als sie daheim am offenen Kammerfenster standen, zeigte Antje dem Buben einen runden Stern, der flimmernd über dem Kirchturm stand.

„Das ist dein Vater, Jungchen, sieh nur!“