Séverin ließ den Hammer fallen und drückte sich mit dem Kopf tief in das Gestein.
„Donner, ja. Jean, ganz deutlich, wirklich Schüsse!“
Nun hieben sie alle beide wie verrückt. Körper an Körper. Und Jeans Besinnung wuchs mit jedem Hieb, den er ausholte.
Ach, die Wand gab nicht nach. Und die Minuten zogen die Sekunden mehr und mehr in die Länge, zerrten sie ungeheuer auseinander, walzten sie wie Draht aus, der mit spinnendem Klang in die Ohren hineintönte. Jean schmiß das Eisen trostlos hin. Seufzte: „Alles ist wieder still. Horch . . . ganz still . . .“
Séverin klappte zusammen. Tastete blind und grausam in der Luft herum. Dachte einen Augenblick: „Hab’ ich wirklich Schüsse gehört? Wie? Hab’ ich Schüsse gehört?“
Jean fühlte sich wie ins Genick gestoßen. Ein Knochengerüst klapperte über seinen Rücken.
„Hu . . . Hu . . . Der Alte . . .“ spie er fröstelnd, und sprang wieder an die Wand.
Helles Feuer blitzte vom Eisen. Und der Staub pfiff, von einer fremden Schwingung weggestoßen, ihm breit ins Maul.
Splitternd gab die Gesteinswand nach.
Eine handgroße Lücke klaffte und ließ eine wunderlich kalte Luft hereinziehen.