Séverin, der einen halben Meter seitwärts stand, bekam den Durchzug zu schnappen.
„O ihr Heiligen all! Jean! Jean! Nun können wir bald durchschlüpfen.“
Jean spürte, wie seine Adern heraufschwollen: Dieser Hund kann noch lachen? In diesem Unglück noch lachen?
Und stellte sich vor das Loch: so, daß der andere nicht hinzukonnte und schlug in besessener Wut in den Bruch.
Stück um Stück fiel klirrend herab. Und das Loch war schon so, daß man den Kopf durchstecken konnte.
Und noch immer ließ er Séverin nicht heran. Eine wahnsinnige Ahnung polterte durch sein Gehirn.
Mit einem Ruck hob er sich in die Ellenbogen und zwängte erst seinen Kopf und dann den Oberkörper durch das Loch.
Enttäuscht ließ er sich wieder zurückschnellen und fiel hinterrücks auf eine Steinkante. Séverin sah, wie er die Beine hoch in die Luft warf. Und dann auf einmal die Hand.
Die Hand mit den fünf Fingern, die auf- und zugingen. Sich ballten und wie ein fleischgewordener Fluch standen.
Er hielt sich an einen Felszacken gepackt. Und aus seinen Augen, die vor Qual schimmerten, schoß wagerecht die Angst.