»Und so bist du vermuthlich ein herzloser Kapitalist geworden?« fragte Ahlfeld mit einem Stirnrunzeln; (er war keiner).

»Mein armer Onkel hat mich zum Erben eines sehr bedeutenden Vermögens eingesetzt,« war die Antwort.

»Was wird Fräulein Balogh dazu sagen?« warf Schönborn aus alter Gewohnheit, sie im Gespräch mit dem Blasengel unaufhörlich zu erwähnen, ein.

»Dies zu erfahren, ist, wie ich fürchte, heute schon zu spät. Ich werde morgen meinen Besuch bei ihr machen.«

Er zog seine Uhr heraus, und so mochten ihm die verblüfften Blicke entgehen, die unser in diesem Augenblick nicht gerade sehr siegreiches Triumvirat wechselte.

»Mensch, du gedenkst doch nicht selbst ihr Haus zu betreten?« stammelte Rupert, nach Atem schnappend, »willst du gegen ihr ausdrückliches Verbot handeln?«

Aber das war nicht mehr der alte Blasengel, der in unsern Händen biegsam wie weiches Wachs gewesen. Nicht, dass er uns misstraute; aber der ererbte Reichthum schien ihm eine bedeutende Sicherheit verliehen zu haben.

»Dieses Verbot kann nicht für immer Giltigkeit haben,« versetzte er, »ich muss endlich in meiner Herzenssache selber handeln; es geht nicht an, immer meine Freunde für mich eintreten zu lassen; denkt ihr nicht auch?«

Wir dachten im diesem Augenblick nichts anders, als dass eine Versenkung unter unsern Füssen eine angenehme Sache wäre.

»Es ist kein Geheimniss für euch, wie wir mit einander stehen,« sagte er roth werdend.