Meine Kinder und ich — wir zerrissen unsere Kleider an der Brust. Man hob die Bahre und trug ihn hinaus — den Mann, den Vater, den Herrn dieses Hauses.

Auf dem Friedhof sprachen alle, die das Grab umstanden, Gebete. Aus der Menge, in der sich die vornehmsten Juden und Christen befanden, trat der Maggid, der Stadtprediger, hervor und hielt eine Leichenrede, die mit den Worten schloß: »Wenn er auch manche jüdische Sitte in seinem Leben vernachlässigt hat, so muß man doch an seinem Grabe laut gestehen: ›Daß er ein Auhew Amau Jisroel war, daß er sein Volk Israel liebte.‹«

Im gleichen Verlag erschien:

Memoiren einer Großmutter.

Bilder aus der Kulturgeschichte der Juden Russlands
im 19. Jahrhundert.

Von

Pauline Wengeroff.

Mit einem Geleitwort von Dr. Gustav Karpeles.

Band 1.