»So ganz sicher wie du, bin ich doch nicht, Garduña,« antwortete Don Eugenio seufzend.
»Dann weiß ich nicht, warum. Und wenn nicht, lassen Sie uns offen darüber sprechen. Ew. Gnaden, mit Ihrer Erlaubnis sei es gesagt, haben einen kleinen, ganz kleinen Fehler an Ihrem Körper, nicht wahr?«
»Gut, ja,« antwortete der Corregidor. »Aber der Tio Lucas hat denselben Fehler. Er ist noch weit buckliger als ich.«
»Viel buckliger! Sehr viel buckliger! Er ist gar nicht mit Ihnen zu vergleichen! Aber dafür, und das wollte ich eben sagen, haben Ew. Gnaden ein sehr ansehnliches Gesicht, so, was man sagt ein schönes Gesicht, während der Tio Lucas aussieht wie der Sergeant Utrera, der vor reiner Häßlichkeit krepiert ist.«
Der Corregidor lachte mit einer gewissen Leutseligkeit.
»Übrigens,« fuhr der Alguacil fort, »ist die Seña Frasquita imstande, sich aus dem Fenster zu stürzen, wenn sie dadurch die Ernennung ihres Neffen erreichen kann.«
»Bis hierher stimmen wir überein; diese Ernennung ist meine einzige Hoffnung.«
»Nun denn, Hand ans Werk, gnädiger Herr. Ich habe Ew. Gnaden ja schon meinen Plan mitgeteilt... Er braucht nur heute Nacht ausgeführt zu werden.«
»Ich habe dir schon vielmals gesagt, daß ich keine Ratschläge brauche!« schrie Don Eugenio, indem er sich plötzlich erinnerte, daß er mit einem Untergebenen sprach.
»Ich glaubte, daß Ew. Gnaden sie von mir verlangten,« stotterte Garduña.