Der Corregidor gab Garduña eine Peseta, die wie weggezaubert verschwand.
»Alle Teufel!« murmelte der Alte nach einer Weile. »Hab ich doch vergessen zu sagen, daß sie mir ein Spiel Karten mitbringen sollten! Damit hätte ich mich bis halb Zehn unterhalten und sehen können, ob die Patience aufging.«
15.
Abschied in Prosa.
Es mochte ungefähr neun Uhr an demselben Abende sein, als Tio Lucas und die Seña Frasquita, nachdem sie alle Mühlen- und Hausgeschäfte besorgt hatten, ihr Abendbrot verzehrten, das aus einer Schüssel Endiviensalat, einem mit Tomaten gedämpften Stück Fleisch und einigen von den in dem bewußten Korbe zurückgebliebenen Weintrauben bestand und mit ein wenig Wein und vielem Gelächter auf Kosten des Corregidors begossen wurde; darauf sahen sich die beiden Ehegatten, wie zufrieden mit Gott und sich selbst, an und sagten unter wiederholtem Gähnen, das die ganze Ruhe und den Frieden ihrer Herzen enthüllte:
»Na, dann wollen wir nur zu Bett gehen, morgen ist ein anderer Tag.«
In dem Augenblick hörten sie zwei starke Schläge gegen die große Mühlenthür.
Der Mann und die Frau sahen sich erschrocken an.
Zum erstenmal hörten sie zu solcher Stunde an die Thür klopfen.