Der Stadtpark war einsam und im Dunkeln — —.
RÜCKSICHT
Sie trug ein wunderbares, stark dekolletiertes schulterfreies Kleid. Ihre Freunde bewunderten ihre herrlich modellierten Schultern. Da stand sie auf, ging in ihre Garderobe zurück und zog ein viel dezenteres Kleid an, das nur Hals und Arme frei ließ.
Einige Augenblicke später kam ihr Bräutigam.
»Natürlich,« sagte er, »man muß sich für die fremden Männer dekolletieren!«
»Herr Bräutigam,« sagte ein Baron, »das ist doch gerade das Schöne an Ihrer Freundin, daß sie immer so einfach und dezent gekleidet ist und gar nichts aus sich macht. Schließlich und endlich muß es doch auch Ihnen schmeicheln, wenn andere Sie darum beneiden und sie bewundern!«
»Anita,« sagte der Bräutigam, »gehe doch in die Garderobe und ziehe dir mal das neue schulterfreie Kleid an, das ich für dich entworfen habe. Du bist ja nicht mehr im Sacré Coeur — — —.«
Die Dame stand auf und ging in die Garderobe, das noch körperwarme schulterfreie Kleid wieder anzulegen — — —.
Die Freunde sagten hypokrit: »Das ist wirklich etwas gewagt und auffallend — — — Aber wenn es Ihnen recht ist, Herr Bräutigam — — —?!?«