Sie strich die aschblonden Haare zurecht, eine Bewegung, die so natürlich, selbstverständlich ist wie Atmen, Gehen, Sprechen. Ich aber beugte mein Knie vor Gottes Weltenanmut, die er mich Armseligen in seiner unerschöpflichen Gnade, an einem Julivormittag erschauen ließ!

BERGHOTEL-TERRASSE, SEMMERING

Daß ich da bin, ist mir ein ewiges Rätsel — — —.

Ich war schon in der Gruft, durch Schuld der Ärzte!

Heimtückische Mörder ihr, nein, schrecklicher, Idioten!

Nun hab’ ich den Bergwald vor meinem Fenster,

und die Stimme der K. P. jauchzt und singt und spricht Gesänge; bloß wenn sie nur sagt, was alle Menschen sagen; Gewöhnlichstes wird zum ewigen Ereignis. Wie man es sagt, ist alles, was, ist nichts!

Und die Komtesse schreitet, fliegt, schwebt, schlängelt sich über die Terrasse — — —.

Das süße Kindchen Sonja Dungyersky steht da in braunen Locken und ihre Beine sind dünn und braun wie von Gazellen — — —.

Daß ich noch bin, ist mir ein ewiges Rätsel. Gott, schütze mir die, deren Schönheit mich berauscht! An denen ich krank werde und gesund zugleich!