„Was giebt’s denn Neues dort?“ fragte der Köhler äußerst ungeschickt.

„Ich bin schon lang’ nicht mehr dort gewest. Dazumal hat’s Neues genug gegeben. Sind unsere Landsleut, die Preußen gekommen, haben uns das Haus niedergebrannt und unsern Sohn todtgeschossen. D’rauf sind wir fort. Gehen wir vor den deutschen Leuten nicht mehr sicher, sag’ ich zu der Meinigen, so müssen wir halt in’s fremde Land! und sind über das Gebirge in’s Wellische hinein.“

„Jetzt soll ja schon lang’ wieder Alles gut sein,“ sagte der Köhler.

„Das haben wir auch gehört und so reisen wir wieder heimwärts.“

„Und was hört man sonst Neues?“ fragte nun der Pecher und stopfte sich aus einem Blasenbeutel Tabak in die Pfeife.

„Die Franzosen sollen wieder anrücken,“ sagte der Harfner.

Ueber dieses Wort richteten Alle ihre Köpfe auf; auch der finstere Hans den seinen.

„Die Franzosen wieder anrücken?“ meinte der Köhler, „das ist ’leicht doch eine Lug, Vetter!“

„Wird hübsch wahr sein, der Napoleon will uns wieder haben.“