Aladar suchte am Rande der Brandstätte, wo der Söller niedergebrochen war, nach Knochen. Er fand keine. Der Morgenwind fachte und wirbelte in der weißen Asche und trug manches Stäubchen hin über die Häupter der Tannen zum Aether empor.

Und als die Sonne aufging, blickte Aladar noch einmal in die Runde des Waldlandes, in das Wiesenthal mit den Weidenbüschen und dem Dörfchen. Und noch einmal richtete er sein überthautes Auge auf die Aschenstätte – dann wendete er sich und zog davon.

Er zog durch schattige Wälder, er zog über Berg und Thal, er zog über Meere. Er zog gegen den sonnigen Mittag, um den Boden der Hellenen zu küssen.

Der Geldfeind.

Zwei Untergäuer.

An der Thorschranke, wo das Untergäu aufhört und das Obergäu beginnt, standen zwei wunderliche Gesellen. Der eine war ein behäbiger schrötiger Mann, der bis an die stämmigen blaubestrumpften Waden hinab einen grünen Rock trug und eine ziegelrothe Weste anhatte, an welcher mitten herab wohl über dreißig haselnußgroße Silberknöpfe funkelten. Um den Bauch spannte sich ein breiter Ledergurt, in welchem mit weißem Geschnüre allerlei Zierat und die zwei Worte „hohe Weid“ gestickt waren.

Unter dem niederen, aber breitdachigen Hut des Mannes hingen Strähne schon ein wenig grauender Locken über den steifen Rockkragen; die Nase sprang wie ein mächtiger Keil aus der derben Stirn herab, die sorgfältig rasirten Backen standen kräftig vor; alle Züge waren rauh, aber ausdrucksvoll, etwa wie die Gesichtsformen eines Marmorbildes, bevor sie der Künstler glättet.