Die Beiden waren mäuschenstill. Der Bauer entfernte sich wieder.
„Ein dummes Hocken da!“ rief der Bursche plötzlich und sprang zornig auf. „Was ist denn Heimliches dran, wenn mir die Dirn das Loch zuflickt!“
Er eilte dem Hausherrn nach.
Schlechtes Geld.
Der Forstadjunct Kilian war nicht mehr zurückgekehrt. Es hieß, er sei auf lebenslang in einen tiefen Kerker geworfen worden.
Der Melchior war darüber sehr traurig, aber der Hochweidhofer tröstete ihn: „Ein junger, das erstemal ertappter Falschmünzer auf lebelang, das wäre unerhört, das ist gar nicht wahr.“
„Und ein zum zweitenmal Ertappter?“ rief der Bursche erregt; „mir ist hart um’s Herz, denk ich an meinen Bruder; aber sie sollen ihn nur im Kotter behalten; wenn er auskommt, der laßt’s nimmer.“
Dann wieder simulirte er, wie er seinem Bruder etwas Gutes thun könnte, unterdrückte aber den Gedanken und rief sich zu: „Melchior, halte dich an ehrliche Leut’!“
Zur Herbstzeit, als der Abtrieb von den Almen kam, war der warmblütige Bursche längst wieder bei Lust und Uebermuth.