Dieser fuhr zusammen, lehnte sich dann über das Särglein und stotterte: „Ich? – machen? – Wurzelgraben.“
Aber die Holzhauer hatten es bemerkt, was hier vorging, und sie verständigten sich schnell, was nun zu thun sei.
Der Bursche wollte entfliehen, aber die Männer hielten ihn fest und sagten: „Martin, Du hast da was angestellt und jetzt kommst Du mit uns, wir treiben Dich in die Stadt.“
Da fiel Martin auf die Kniee und beschwor, daß er nichts Böses gewollt und gethan, er werde es schon sagen, warum er das Grab aufgescharrt – es sei vielleicht verboten gewesen, das sei ihm selbst so vorgekommen, aber er meine es nicht schlecht und sie möchten ihn nur machen lassen, es geschehe zu Aller Nutz und Frommen.
Aber die Holzknechte sagten: „Du bist ein schlechter Mensch, Martin, oder ein Narr, und Du mußt mit uns.“
Einer löste einen Strick von der Trage, auf der er den Lebensunterhalt für die Woche gepackt hatte, und wollte damit dem Wurzelgraber die Hände binden, allein dieser bat weinend, daß man ihm das nicht anthue, er gehe schon auch so mit wenn er Strafe verdient habe, so leide er sie auch.
Und nun führten sie den bleichen Burschen abwärts gegen das Städtchen.
Das Grab im Walde blieb einsam; es ging die Sonne auf und erhob sich über die Wipfel, und als die Mittagsstunde kam, schien sie auf das Särglein.