„Das versteht sich ja, aber was machst Du denn mit dem Geld?“
„Ich muß allerlei kaufen, es liegt mein Vater krank daheim, er hat im Finger den Brand.“
„Wie heißt Du denn?“
„Martin.“
„Nun, Martin, wenn Dein Vater nicht zu weit von hier ist, so will ich mit Dir gehen und ihn heimsuchen.“
„Da thäten wir Euch wohl ein Vergeltsgott sagen,“ entgegnete der Knabe gutmüthig, „aber mehr, als diese Kräuter kann ich Euch nicht dafür geben.“
„Närrchen, für das Mitgehen wirst Du mir nichts geben, die Kräuter zahl’ ich Dir schon.“
„Ja, was seid Ihr denn nachher für ein Arzt?“ rief der Kleine verwundert aus, „der Roßhardl, der Salben und Mirakelpflaster macht, hat für das Mitgehen zu meinem Vater zwei Gulden verlangt; aber wo thät ich zwei Gulden nehmen?“
Unterwegs zur Hütte des Vaters sagte der Doctor: „Ich wüßte ein Haus, Martin, in welchem Dein Vater bald gesund sein würde, und wenn es Euch recht wäre, so ließ’ ich ihn in dasselbe bringen, es thät Euch keinen Kreuzer kosten.“