Er begab sich zu Martin, den er auf dem Sofa sitzend und an einem Kienholzstück schnitzend fand.

– So bei einer leichten Handarbeit kommen Einem allerlei Gedanken, heitere und alberne und vernünftige, aber nie so traurige und finstere wie in unbeschäftigten Stunden.

Martin dachte beim Schnitzen an Nothburga. – Ja, die Nothburga, wenn ich die einmal bekäm’, das wär’ schon recht und das wär’ ein großes Glück für mich. Und die Nothburga thät’s doch wohl begreifen, wenn ich ihr’s gut meinen wollte. Und wenn wir – wenn wir dann einmal kleine Leut’ kriegen sollten, dann ließ ich alles Andere draußen gehen und thät mir selbst so eine Welt einrichten und ’s müßt erlogen sein, daß ich da nicht das Glück hinein brächt’. Schön wär’s wohl und ich mein’ das wär’ für den Martin das Rechte; ja, die Nothburga! – Nein, wenn diese dumme Geschichte jetzt nicht mit mir wär’, ich thät sie zuletzt gar noch kriegen; mit ihrem Vater bin ich gut an. Die Nothburga freilich, die mag mich nicht, weil ich simulir’, das hat sie mir schon gesagt, aber ich mein’, wenn sie mich nähm’, ich thät an gar nichts mehr denken als an sie und ich könnt’ auch sonst an gar nichts mehr denken. Ja, die Nothburga! –

So dachte Martin und schnitzte.

Als er den Doctor eintreten sah, freute er sich und sagte: „Eine Arbeit muß ich doch haben und da schnitz’ ich halt einen Pfeifenkopf.“

„Wie geht’s mit dem Fuß?“

„Rechtschaffen gut, nur schmerzen thut er zu Zeiten und brauchen kann ich ihn nicht.“

„Das sollst Du auch nicht; Du sollst jetzt bei mir da ruhig gesund werden und dann in Deine Hütte heim gehen.“