Der Peter hatte einen Biß in der Hand; eine so ungemüthliche Dirn ließ er laufen.
Als er den Klee auf den Leiterwagen faßte und wahrnahm, wie derselbe noch warm war, wollte er dem Mädchen neuerdings nachlaufen; zum Glück war es schon weit davon.
Sie blickte rings um und sah von Ferne die Thürme der Stadt. Sie fragte an Häusern nach dem Wege in ihre Gegend und fand sich bald zurecht.
Als es schon Mittagszeit war und ihr Schuhwerk schneeweiß vor Staub, sah sie vor sich auf der Straße einen Mann am Stocke mühsam dahinschreiten. Er war in bäuerlicher Kleidung, trug aber eine Soldatenmütze, hinter welcher das dunkle Haar kurz und glatt geschnitten und der Nacken frisch rasirt war. Bald sah sie: ein noch junger Mann mit falbem Schnurrbärtchen, aber abgehärmt und blaß im Gesichte.
„Kein gutes Wandern, wenn’s so heiß ist!“ redete sie ihn an. „Wie weit denn?“
„Bis Wernsdorf, wenn’s geht,“ war seine Antwort.
„So, da gehen wir ja eine Weil’ miteinander.“
„Werde wohl nicht mitkommen können,“ sagte er, sein blaues Auge blickte sie gar offen und traurig an.
„Ich gehe ja auch gerne langsam, wenn ich einen Kameraden habe,“ meinte sie, „hat Er im Fuß was?“
„Jetzt nicht mehr,“ antwortete er, „ist aber eine Bleikugel drinnen gesteckt, vom Feldzug her – und das thut Einen höllisch geniren.“