„Schade,“ sagte die Großbäuerin fröhlich lachend, „wär’ ich ein etlich Jährchen älter, thät’ Dich gleich zum Sohne annehmen, Felix, und Dir den Ländhof verschreiben. Hab’ ohnedies kein Kind.“

„Na, wär’ gut gemeint,“ versetzte der alte Froschreiter.

„Bedank’ Dich, Bub’,“ mahnte die Mutter.

„Was bedanken, wenn die Ländhoferin noch zu jung ist,“ murmelte der Bursche in seinen Knochen hinein.

Dieses Wort schien auf die Großbäuerin einen durchaus angenehmen Eindruck zu machen.

„Freilich,“ sagte sie, „was ich zu jung bin zur Mutter, bist Du zu alt zum Kind. Da wollt’ ’leicht der Sohn heiraten und die Mutter möcht’ etwan auch noch Hausfrau sein – wie das schon geht.“

Der kleine Anton, der bisher, mit hellen Aeuglein lugend, ernsthaft dem Gespräche zugehört hatte, machte nun plötzlich den noch von Schweinsfett glänzenden Mund auf und that den Vorschlag: „So sollen die Ländhoferin und der Felix zusammenheiraten.“

Ein überlauter Auflacher, ein Rippenstoß von Seite der Mutter dem kleinen Antragsteller – dann Alles still.

Der kleine Anton war hoch erröthet. Seinem älteren Bruder, dem Felix, ging’s nicht besser; der saugte mit aller Macht aus seinem Knochen das Mark. Dann wischte er die Finger an dem Schürzentischtuch, den Mund am Hemdärmel ab und noch vor dem Dankgebet ging er hinaus zu seinen Trauben.

Er war ärgerlich. Er hatte sich so lange schon auf den heutigen Braten gefreut – und nun ist es sehr ungemüthlich dabei zugegangen.