„Und wenn sie ihn vom Soldatenleben sicher macht,“ versetzte der Froschreiter, „das wär’ ja ein ewiges Glück!“

„Ja freilich wär’ das ein Glück,“ gab die Mutter bei und trocknete mit der Schürze die Augen.

„Mutter,“ rief der kleine Anton jetzt, „das ist so ein Räthsel: geht er fort, so bleibt er daheim, und bleibt er daheim, so muß er fort, was ist das? Das ist der Felix.“

„Du Schlingel, Du kleiner,“ schmunzelte der Vater. „Du mußt schon ein Doctor werden. Dann muß aber der Schnurrbart weg. Den Schnurrbart lassen sich nur die Starken stehen, die Gescheidten den Backenbart.“

„Und wie weit wird’s denn sein bis auf die grüne Länd’?“ warf Felix ein, „in Einem Tag kommt ein guter Geher leicht hin und zurück.“

„Du nicht, Du kommst mir nicht in Einem Tag zurück!“ schluchzte die Mutter.

„Aber zu den heiligen Zeiten kann ich doch heimgehen. Das will ich mir ausdingen.“

Und als der Vollmond aufging über den Weinbergen und als in der Seim das Zickzack seines Widerscheins zitterte, war es beschlossen unter dem Birnbaum: der Felix geht mit der Großbäuerin auf die grüne Länd’.

Der kleine Anton drehte zur Feier dieses Beschlusses den schafwollenen Schnurrbart auf.