Wieder ein Weilchen verstrich.

„So rede auch Du was!“ rief plötzlich die Bäuerin fast zu laut, „Du sitzest da wie ein hölzerner Heiliger, gerade, daß Du noch keinen Schein hast. Weißt nicht, daß ich Dich um was gefragt hab’?“

„Gefragt hat mich die Bäuerin um was?“ entgegnete verwundert der junge Unterviertler.

„Magst denn nicht der Ländhofer sein?“

„Wohl, wohl,“ sagte er, „wenn’s Euer Ernst ist, Bäuerin.“

„So sag’ doch Du zu mir, Du langweiliger Mensch. Und muß ich Dich denn geradeaus fragen, Felix: magst mich?“

„Ei – wohl, wohl, Bäuerin,“ entgegnete der Bursche zerstreut, „aber schau doch, wie sie sich plagen muß.“

Er blickte durch das nahe Fenster hinab in den Hof, wo Constanze bei einem Obstwagen bemüht war, einen vollen Aepfelsack abzuladen. Die Kraftanstrengung des Mädchens schien vergeblich. Da sprang Felix vom Lodenballen auf, schrie: „Wart’, ich helf’ Dir!“ schwang sich zum Fenster hinaus und sprang auf die Erde hinab. Mit einem kräftigen Ruck warf er den Sack auf seine Schulter: „Wohin damit?“

Constanze ging voraus auf die Obstschütte; Felix folgte ihr mit den Aepfeln.

Und die Bäuerin in der dunklen Kammer schleuderte wüthend die Wollen- und Leinwandbündel durcheinander.