Genau um diese Zeit des späten Abends schimmerte im Gewölke, das über der weiten Ebene stand, ein matter Schein. Höher und höher strebte er auf in seiner milden Röthe, einen weiten rosigen Bogen beschrieb er in den Wolken des Himmels.

Es war der Mond.


Die Ohren klingen, die Katzen röhren,

Als müßt’ ich bald was Neues hören.

Für die Froschreiterleut’ im Winzerhause war das eine seltsame Nacht.

Zuerst der geisterhafte Ruf beim Abendgebete. Dann ging der Priester mit dem Sterbesacramente vorbei. Ein alter Mann im Johannesthal lag auf den Tod. Man hatte vor dem Einschlafen für ihn noch etliche Vaterunser gebetet. Aber es war keine Ruhe. – Um Mitternacht kamen sie an.

Die Mutter hatte den Felix schon am Klopfen an die Thür erkannt. Der Vater hingegen hatte es nicht glauben wollen, daß dieser Mensch mit der jungen Genossin sein Sohn sei.

Zuerst hatten sie bei dem schlechten Schein des Oellämpleins die weibliche Gestalt für die Ländhoferin gehalten; und jetzt war es eine ganz andere und noch dazu eine blutjunge Person; und die Leutchen – man sah’s gleich – waren recht gut mitsammen bekannt.