»Eine Uhr! Was sagst denn das nicht gleich! Wenn mir der Vater nächstens ins Seminar Taschengeld mitgibt, so sollst was haben. Aber zwanzig, das übersteigt! Und nachher, Bruder, sollst du dir auch abgewöhnen, vom Geld leihen zu reden. Bleib doch bei der Wahrheit und sag schenken

»Ein guter Kerl bist!« rief der Friedl gerührt aus, legte seinen Arm um Elias’ Nacken, dieser den seinen auf des Bruders – so gingen sie am Raine hin und her.

»Wir sind zu wenig beieinander, Elias. Weil du so fromm bist und ich so gottlos.«

»Geh, hör mir auf! Du gottlos!« rief Elias.

»Und möchten doch einander nit schaden. Nächstens, sagt der Vater, muß ich auf die Seealm nachschauen. Bruder, da mußt du mitkommen, wer weiß, ob wir noch lang beieinander sind.«

»Ja, Friedl, auf die Alm will ich mit.«

Darauf dieser: »Ich geh nachher auch mit dir. Im Ernst, Elias, was ich mir schon ausgedacht hab. Wenn du wieder fortgehst, gehe ich auch. Mich gefreut’s nimmer daheim. Ich gehe nach Amerika.«

Der Student lachte zu dem Spaß.

»Willst mit? Dort kannst recht Heiden bekehren.«

»Ich will niemand bekehren, bin froh, wenn man mich in Ruhe läßt.«