»Weil sonst die Beindel taten fortfliegen. Wenn sie so scheppern hören, nachher bleiben sie da. Weil’s halt auch gern musizieren tun hören.«
»Das ist ja ein Unsinn!« rief Herr Böhme, »was weiß die Biene von Musik! Diese Leute haben keine Ahnung von Immerei!«
Bald erschien im Garten der Wirt mit einer Stange, an deren oberem Ende ein aufgespannter Sack war. Damit wollte er den Schwarm, der am Ahornast wie eine schwarze Riesentraube hing, einfangen.
»Man wird Sie totstechen, Wirt!« warnte Böhme, »Sie müssen sich Gesicht und Hände schützen.«
»Lächerbar!« rief der Hausknecht, der eine verrostete Blechtafel schüttelte, »wann hat unseren Herrn ein Beindel gestochen? Dem tun sie nix.«
Während schon ein bereiteter Korb aufgemacht wurde, überlegte der Michel, wie er dem alten Riesenbaum beikomme. Unten hinauf eine Leiter, sie war schon zur Stelle. Dann schaute er sich den Weg aus, den er innerhalb des Gezweiges nehmen wollte, bis zu dem großen Seitenast dort oben. An demselben ein paar Klafter hinaus, dann muß die Stange langen.
»Es geht nicht, Michel,« sagte der Förster, »soviel ich sehe, der Ast ist angemorscht!«
»Ei wo! Sonst kann man ihnen ja nit bei.«
»Wie der Will, am Ast laß ich dich nicht hinaus, er ist morsch, er trägt dich nicht.«
»Was sagst zum Abschneiden?«