»Hilft nichts. Damit verscheucht man sie.«
»Ja, du lieber Gott, ich kann doch den Schwarm nit im Stich lassen!« rief der Wirt. »Ein so schöner, großer Schwarm!«
Unter stetem Lärm der Instrumente überlegten sie, wie ihm beizukommen wäre. Da sah man, wie die Traube sich zu lockern begann, die Tierchen kreisten, lösten sich immer mehr, und unter Klagegeschrei der Zuschauer schwebte das schwarze Wölklein himmelwärts, dem Waldhange zu.
»Hin ist er!« rief der Michel, »ist er einmal im Wald, nachher hat man ihn das letztemal gesehen. Ewig schad drum! Ein so großer, schöner Schwarm!«
Am traurigsten war der alte Wenzel. Das Viertelein Rotwein bekam er freilich, aber die Beindel, die Beindel! die er so sorgfältig gehütet hatte, wie die Mutter das Kind in der Wiege. Und jetzt, wie die Brut flügge wird – auf und davon. »Ich sag’s Ihnen, Herr Förster, mit der lieben Jugend ist wohl ein Kreuz!«
Nach und nach verzogen sich die Leute, auch unsere Genossen gingen wieder in die Stube, mit dem Singen jedoch war es aus.
»Wie’s mir um diesen Schwarm leidtut!« wiederholte der Michel immer noch.
Frau Apollonia nahm es leicht. Sie hätten an den fünf Körben genug. Wenn ihrer zu viele wären, gediehen sie ohnehin nicht mehr.
»’s wird dem Herrn nit grad deswegen sein,« meinte der alte Wenzel. »Weil’s halt ein schlechtes Vorbedeuten ist, wenn ein Schwarm fortfliegt.«
Dem Nathan Böhme wurde langweilig.