»Wird ihn ramen,« meint der Bader. »Tut’s kaum aushalten. So viel trunken hat er alleweil.«

»Und immer das Trinken,« rief der Wirt.

»Tuns eh bei dir.«

»Als ob der Tod kein andere Ursache hätt!«

»Warum gibst ihnen so viel?«

»Gibst ihnen so viel. Wenn man muß. Solang sie nit offenbar sternhagelvoll besoffen sind, kann’s ja jeder verlangen. Sonst zeigt er dich noch an, wenn du Wirt bist und schenkst nit. Muß es ja eh selber sagen, es ist ein Laster.«

Dem Böhme war dieses Gespräch sehr vergnüglich. Doch er schwieg und konnte leicht schweigen, wenn andere so laut für seine Lehre sprachen, Lebende und Sterbende. Es ist doch vergebens. Die Menschen wollen es nicht anders. – Nun wurde er angesprochen.

»Der Herr da,« fragte der Gerhalt, auf ihn mit dem Finger deutend, »will er noch länger dableiben? Bei uns in Eustachen, mein ich.«

Böhme zog seine stählerne Uhr hervor, die an dem Kettlein hing, blickte auf die Ziffern und antwortete: »Noch ungefähr zwölf Stunden.«

»Nachher ist’s schon recht,« sagte der Bauer, der nun, da er als Amtsperson sprach, sich eine würdevolle Schlichtheit zu geben suchte. »Sonst hätt ich Sie müssen eintragen. Ist neuzeit wieder strenge Vorschrift. Habens vielleicht ein Paß oder was mit?«