Die Messe wurde unterbrochen von der Aufregung, die sich jetzt erhob.

»Was ist das? Was hat der Michelwirt? – Meine Schuld! hat er ausgerufen!«

»So aufgeregt ist der arme Mensch, dem Pfarrer hat er’s nachgesagt.«

»Meinst du? Ich denk, das wird was anderes bedeuten!«

Frau Apollonia, als sie so die Stimme ihres Mannes hatte gehört, war durch das Gedränge zu ihm gekommen. Sie richtete ihn auf; sie trocknete mit ihrem weißen Tüchlein den Schweiß von seiner Stirn, »Michel,« so redete sie zärtlich auf ihn ein, »mein Mann, was ist dir überfahren! Daß du so krank bist worden! So angegriffen hat’s ihn halt. Schau Michel, es wird alles wieder gut! – Er weiß nit, wo er ist! – In der Kirchen bist, mein guter Mann, und ich bin bei dir! – Wenn wer so gut wollt sein – ein Wagerl! Schau, Michel, wir fahren heim. Da kommst wieder zu dir!«

Schier fremd schaute er sein Weib an, man wußte nicht, war er bei sich oder nicht. Doch als sie ihn in den Wagen heben wollten, wehrte er ab: »Kann schon selber.«

Als das kleine Fuhrwerk mit dem Wirtspaar langsam wegshin gerollt war, standen die Leute da vor der Kirche und wiegten ihre Köpfe. »– So, so! Jetzt geht mir ein Licht auf!«

»Ob’s den nit gereuen wird, daß er so laut hat gebeichtet.«

»Mir scheint, jetzt wissen wir’s, wer den Herrn Preußen hat in die Ewigkeit geschickt.«

Der Gerhalt wollte Ordnung machen: »Geht jetzt auseinander. Geht in die Kirchen und hört die Meß zu End!«