»Das nit, Michel. Mord und dein Erbarmnis, das ist wohl nit dasselbe.«

»Ich wollt’s gewesen sein beim Preußen, wenn’s drum ging, daß der Rufmann noch tät leben!«

»Du kannst an seinen Söhnen was tun.«

»Das hab ich mir wohl heilig fürgenommen, ihr Vater will ich sein. Wenns mich mögen. Gelt, Martin, du tust für mich bitten. Ich werd ihnen jetzt entgegenfahren.«

»Entgegenfahren willst ihnen? Michel, das sollst du nit tun,« riet der Gerhalt ab, »du bist nit genug beisamm jetzt.«

»Wenn sie in der Früh von Löwenburg fort sind, so mögen sie in ein paar Stunden da sein. Bis über Ruppersbach hinaus will ich ihnen entgegen. Es wird mir leichter sein, wenn ich sie wieder seh’.«

»Überleg dir’s gut, Michel!«

»Ich denk wohl, ich denk wohl. Mich verlangt’s wie zu meinen Kindern.«

Der Gerhalt sann nach, wie das jetzt zu machen wäre. »Wenn du glaubst, daß du stark genug bist! Es wird was setzen, mein Lieber, wenn sie hören, daß der Vater –«

»Das werdens schon wissen.«