»Nit a so, nit a so!« wehrte dieser ab. »Ich bin der alt Einleger, du bist der Herr Vater, du g’hörst rechts.«
Sagte der Michel: »Heut soll seine Ehr einmal der Ärmere haben.«
»Nachher, Herr Vater, setz du dich auf die recht Seiten!« –
Der Wirt war schier aufgeräumt. Er wollte sogar eins pfeifen. Ob nicht der verwildert über die Lippen herabhängende Bart schuld war – es pfiff nicht. Als sie an der Ach glatt dahinfuhren, sagte er zum Alten: »Wenzel, es kann sein, daß du mir heut einen Gefallen wirst tun müssen. Wenn etwan auch eine alte Laute sollt versteigert werden, sei so gut, lizitier mit.«
»Ich? Kann halt nix musizieren, nit.«
»Bis zu hundert Kronen kannst sie hinauftreiben, wer’s auch sein mag. Und wenn ich’s selber sollt sein. Da hast Geld.«
Der Alte nahm die Note wohl an, schüttelte seinen Kahlkopf und sagte: »Herr Vater, du haltst mich für’n Narrn!«
»Du haltst mich für’n Narren!« lachte der Wirt bitter. »Hast denn kein Spurius, warum du sollst nauf treiben?« Er mußte es dem begriffsstutzigen Alten des Näheren erklären. Als diesem der Knopf einmal aufgegangen war, zog er sein schlaues Gesicht: »Werden’s schon machen, Herr Vater.«
Um das Forsthaus herum war alles voll Leute. Die Sachen waren ausgebreitet und aufgestellt um den Tisch des Amtmanns. Ein paar Kästen, Truhen und Betten, Holzsessel, Küchengeschirr, Wandbilder, Arbeiterwerkzeug, ein paar Schießgewehre und kleines Gerümpel. Die Leute wunderten sich, daß so wenig da war. Ein anwesender fürstlicher Anwalt erklärte bei manchem Stück, das etwas wertvoller aussah: »Das gehört ständig zum Forsthause!«
»Gut viel wird heut nit ausfallen für die Buben,« sagten die Leut zueinander. Und man wollte gehört haben, daß sie es sehr gut brauchen könnten.