»Halt’s und bring was z’ trinken! Hast kein’ andern?«
»Wisset, bedenket, meine Herren,« bekannte nun der Köhler, »dasmal ist er nit recht g’raten. Sechs Jahr bin ich Soldat g’west. Und dennoch gehen’s auf mich los wie die Hund. Weil ein armes Leut nix haben darf. Verboten haben’s mir das Brennen. Heimlich muß ich’s tun – bei der Nacht. Da muß mir was in den Kessel sein g’fallen oder was immer. Ich kenn’s eh selber, er hat ein Gruchen.«
»Larifari. Brennt hast was Schlechtes. Soll ich dir sagen, was d’ brennt hast?«
Beim Jackenflügel faßte der Köhler den Gerhaltbuben, der so gefragt hatte, zerrte ihn abseits, als ob’s die andern nicht sollten hören dürfen, und flüsterte: »Ein guten Weiberleutfanger hätt ich.«
Der junge Gerhalt verstand das nicht. Der Kruspel aber, der gelauert hatte, verstand es.
»Her damit, Krauthas!« kreischte er.
Da begann der Köhler mit Umständlichkeit an dem Riedheu herumzutun, das dort im Winkel gehäuft war, und es kam ein Fäßchen zum Vorschein. Roter Schnaps, süß und süffig. Von dem da, so berichtete her Köhler, täten die Holzknechtburschen im Sommer, wenn sie auf die Alm gehen zu den Schwaigerinnen, gerne mitnehmen. »Zum Drankriegen.«
Der schon, der tat’s.
»Gelt!« sagte der Krauthas, strich dabei an den Friedl und fragte, ihn vertraulich angrinsend, ob ihm nichts wäre?
»Was soll mir denn sein?«