Mei Muada sogg, ich sult’n wektoa,
Mei Voda sogg, ich sult’n g’holtn –«
»Halt’s Maul!« fuhr ihn einer an, dem der folgende Vers nur allzugut bekannt war.
Daraufhin stellte sich der Försterfriedl zu den Gerhaltbuben und sie sangen hell und frisch den »Dreispannigen«, einen dreistimmigen Jodler, der die heiseren Ausgelassenheiten des Kohlenbrenners überjauchzte. Aber sie mußten abbrechen, denn plötzlich krümmte der Krauthas sich zusammen und begann zu wimmern: »Magenweh! So viel Magenweh! Weiß der Teuxel, es muß mir was Unrechtes drin liegen!«
»Ja, deine Schweinereien!« sagte der Gerhalt.
»Sei so gut, Gerhalt, zieh mir das Bandel außer!« jammerte der Köhler kläglich. Das Ende eines blauen Bandes stand ihm aus dem Munde hervor.
»Ein Schürzenbandl hat er g’schluckt!« lachte der Gerhaltsohn, »aber beiß mich nit!« Faßte das Band und zog an. Dieses kam aus dem Munde hervor, es war lang, es kam immer und immer heraus, es brach nicht ab und endete nicht. Schon ellenlang schlängelte das Band sich auf dem Fußboden und immer noch spann es der junge Gerhalt hervor. »Dem Krauthasen sein Bandwurm!« Unbändig lachten sie, bis endlich doch die Sache zu Ende war. Der Köhler bedankte sich gar drollig, versicherte, jetzt sei ihm wohl, und schickte sich an, noch andere »Zaubereien« zum besten zu geben, um seine lustigen Gäste noch lustiger zu machen.
»Trinkt’s, Buben, morgen sein mer eh in der Höll!« rief übermütig der Friedl und schenkte die Gläser voll.
Da klirrten die Fenster.
Sie stutzten.