»Wer ist schuld als du, wenn du nit hergibst!« sagte der Friedl lustig.
»Gut, aber zu Ostern mußt du mir meine Sache zurückgeben.«
»Elias,« sagte der Friedl, »zurückgeben, das kann ich nit versprechen. Damit du siehst, daß ich kein Lump bin.«
»Nun, dann muß ich freilich.«
Der Junge zog aus dem Hosensacke sein Geldtäschchen, es war nichts drin als ein einziger sorgfältig zusammengefalteter Zehnkronenschein.
»Aber das ist das letztemal. Du mußt dich bekehren. Nimm dir ein Beispiel an unserem Vater.«
»Wär mir nit zuwider. Vormittag beim Michelwirt Wein trinken und nachmittag zu Haus Wein trinken. Geh, schau nit so grantig. Will mich ja bessern. Seh’s eh ein, daß es so nit kann fortgehen. Es ist halt just einmal zu lustig auf der Welt.«
Leise sagte Elias: »Denk ans Fegfeuer!«
»Jesses, ans Fegfeuer! Laß mich aus mit dem Fegfeuer!«
»Nachher möchte ich dir noch was sagen, mein lieber Bruder« Elias zuckte ab, aber es kam doch. »Wie du zu der Michelwirtischen bist gewesen, vorhin!«