»Mit wem meinst?«

»Mit der Helenerl. Und noch dazu beim hellichten Tag!«

»Nein, es ist schon bissel dunkel worden.«

»Wie du sie gleich so hernimmst! Und so Sachen plauschen mit einem jungen Mädel! Just, daß du sie nicht hast abgeküßt auf der Straße!«

»Tu nit greinen, geistlicher Herr, ein andersmal werd ich’s schon heimlich tun.«

»Du tust alles verdrehen, und ich sage dir, garstig ist das, mir hast gegraust! Ich glaube schon bald, du hättest sie verführen mögen!«

»Du, die mag einer nit so leicht verführen,« versicherte der Friedl.

»Weil sie schon verführt ist. Eine Kellnerin! Da gehört nicht viel dazu.«

Jetzt blieb der Friedl stehen und betrachtete den kleinen Studenten von oben bis unten. Und schüttelte den Kopf und lachte.

»Allen Respekt! – Aber weißt, mein lieber Bruder, erstens ist das keine Kellnerin. Und zweitens, wenn’s auch eine wäre! Ein so liebes Täuberl sie auch tut sein, probier’s nur einmal mit ihr, mein Lieber!«