»Wegen ein andersmal,« gab der Köhler bei und der Handel war geschlichtet.

Schon im Fortgehen blieb der Friedl an der Tür stehen: »Du, Krauthas! Hast gestern nicht ein Taschenmesser gefunden?«

»Hast eins verloren? Ah, schad, schad drum!«

»So muß es mir anderswo aus dem Säckel gefallen sein.«

»Da bei mir hab ich nix gesehen. – Heilige Mutter Anna! Was kommen denn da lauter für Leut!«

Erschrocken hatte der Kohlenbrenner die zwei Gestalten bemerkt, die sich der Hütte nahten. Ein Gendarm und der Gerhalt von Eustachen. Ersterer, in der Hand bereit haltend das Gewehr mit dem aufgepflanzten Bajonett, schaute zur Tür herein: »Der Bartel Krauthas? ja?«

Hinter ihm der vierschrötige Gemeindefürstand mit einem großen Stecken. Mit behäbiger Würde stand er da, das rote, rauhe Gesicht rasiert bis auf einen grauen Bartkranz, der sich hinter Wangen und Kinn herumzog von einem Ohr zum andern. Unter dem großen schwammigen Filzhut hingen geringelte Haare herab, etliche über die Stirn, dickes Gelocke, schwarzgraues, auf die breiten Achseln.

»Guan Morgn, guan Morgn schön!« fistelte der Kohlenbrenner. »Darf ich was aufwarten?« Denn daß sie schon das Schnapsglas bemerkt hatten, sah er.

»Ihr schenkt Schnaps aus, Krauthas?« fragte der Gerhalt mit seiner rauhen, aber gutmütig tönenden Stimme.

»Immer einmal ein bissel, ja. Fürs Magenweh. Gelt, Herr Rufmann, jetzt ist’s schon besser?«