Frisch und gesund!«
Trat Frau Apollonia heraus, schaute die Burschen an und sprach mit gutem Humor leise: »Hätt nit denkt, daß die jungen Buben zu einer alten Frau kommen, Eier locken.«
»Nein, nein!« riefen sie lustig, »zu der Helenerl kommen wir!«
Sollten halt ein bissel ins Haus gehen. Trat denn das Wirtstöchterlein mit dem Nähkorb vor, waren aber bloß etliche Leinwandflecke drin und ein Zwirnsträhnchen.
»Wird halt nix meh da sein,« sagte sie schelmisch und wühlte mit der Hand unter dem Zeug. »Hab’s schon all weggeben, seid halt zu spat kommen. Schau, schau, da ist noch eins!« Sie zog ein rotes Ei hervor und schenkte es dem älteren Gerhaltsohn in sein Leinwandsäcklein.
Bettelte der jüngere, sie möchte suchen; es wäre gewiß noch eins drinn.
»Glaub kaum,« sagte sie, »ist keins meh da.« Sie grub mit der Hand unter dem Zeug. »Richtig, da hat’s noch was!«
Aber als sie es hervorzog, war es ein Zwirnknäuel.
»Geh, Dirndel, eins ist schon noch drinnen,« schmeichelte er. »Locken, locken, Eier locken!«
Brachte sie schließlich noch eins zum Vorschein und legte es dem jüngeren Gerhaltsohn in die Zipfelmütze, gar behutsam, daß die, so schon drinn waren, nicht Schaden litten.