»Und jetzt, jetzt geht nur wieder um ein Häusel weiter.«
… »Ich nix?« fragte der Friedl. »Locken, locken, Eier locken!«
»Aber Tschapperl, wenn ich nix meh hab!«
Das glaubte er nicht.
»Eins hast schon noch, Helenerl,« flüsterte er und machte einen »Krückerlmund«, wie Kinder, wenn ihnen zum Weinen ist. »Schau, Dirndl, – schau! Für mich hast schon noch eins. – Laß mich suchen!«
»Ihrer ein Dutzend hab ich ghabt,« versicherte sie. »All sein’s weg.«
»Laß mich selber suchen. Ich find noch eins!«
»Nau – wenn du noch eins findest! So such halt.«
Er wühlte im Nähzeug. »Au weh!« rief er plötzlich und zuckte zurück. Am Nadelkissen hatte er sich in den Finger gestochen. Da wurde er hell ausgelacht.
Aber als sie abziehen wollten, winkte die Helenerl dem Friedl mit den Augen, ganz flüchtig, wie ein Blitzchen. Der Försterbub verstand und blieb noch ein wenig allein im Vorhause stehen, bis sie aus der Kammer trat mit einem roten Ei, wunderschön kirschrot, schöner als die anderen. Sie steckte ihm’s rasch zu: »Friedl, das ist für dich extra eins, für dich ganz allein!« und schlüpfte davon wie ein Vöglein.