Der Friedl krümmte sich zusammen und dann stieß er zwischen den Zähnen hervor: »Und ich bring ihn doch um.«
»Also gerauft habt ihr,« sagte Elias völlig erleichtert.
»Raufen nennst du das, wo er das Mädel mißhandelt. Gerade so gut wie sie persönlich. Wenn er einmal sagt: das ist für die Michelische! Weil sie ihm damals eine hat gegeben, so hat er ihr jetzt die dreckige Faust ins Gesicht gestoßen, dieser Schandbub, dieser Straßenräuber! Dieser Erzgalgenstrick!«
Elias war beinahe froh, als der Bruder endlich fluchte. Das in Wut halberstickte Erzählen ohne allen Schimpf war unheimlicher gewesen.
»Mußt denken, Friedl, sie hat nix davon gespürt.«
»Gespürt? Dummian! An dem ist’s ja nit!«
»Weiß sie was davon?«
»Der Narr bin ich nit, daß ich ihr’s hätt gesagt.«
»Nun schau, wenn sie nichts davon weiß! Und bist du nicht froh, daß du was für sie hast leiden können?«
»Ich denke, mein Lieber, der Wegmacherbub wird was für sie leiden müssen, dann werde ich froh sein.« Er biß die Zähne aufeinander, daß sie knirschten.