„Er thut ihnen nichts,“ sagte der Adam, denn die Einlegersleut’, die ich gemeint, waren eine Stunde früher vom Nachbar Schlappzopf mit dem Schlitten geholt worden.

So viel für heute von den Welthändeln im Adamshause, wo dein in Liebe gedenkt der

getreue Knecht.

Zweiundzwanzigster Sonntag

Am zweiundzwanzigsten Sonntag.

Mein Herr Stein von Stein hat mir schon wieder ein Liebesbrieflein geschrieben. Es stünde mir — schreibt er in seiner unerschöpflichen Gewogenheit — ja selbstverständlich frei, meine Stellung und Zukunft einer Marotte zu opfern, er habe nur die Ehre, mir mitzuteilen, daß vom ersten des nächsten Monats an mein Ressort bei dem Blatte neu besetzt werde. Daß ich später darauf nicht mehr zu reflektieren hätte, wäre „selbstredend“.

Von den Kollegen schreibt mir jetzt keiner mehr. Nur der Mayer unterm Strich hat mir vor einigen Wochen eine abschreckende Schilderung des Redaktionsdienstes während des Krieges und der tückischen Liebenswürdigkeiten des Herrn Chef geliefert. Ich glaube, die Kerle intriguieren gegen ihr würdiges Oberhaupt und lachen sich ins Fäustchen, daß der alte Knauser die Wette verliert. Nur habe ich manchmal Bänge um die drei Zeugen. Wenn Gott jetzt die Doktoren Lobensteiner, Mayer und Wegmacher zu sich nähme! Doktor Wegmacher will immer nach Amerika auswandern, weil ihm der Mayer seine Causerien im Feuilleton nicht unterbringt, was auch wirklich eine Bosheit ist, denn die Causerien wären gut, sagt ihr Verfasser, und der wird es doch wissen! Lobensteiner soll stiller Gesellschafter der Firma sein. Solcherlei Umstände könnten einen Krach geben für mich. — Einstweilen stelle ich mich tot und antworte dem Chef nicht.