„Das Bändel? Wozu soll ich das Bändel brauchen?“

„Dem Lamperl, hab’ ich gemeint, müßt’ es gut stehen um den Hals.“

„Meinst du, daß wir so hoffärtig sind?“ fragte sie ein wenig schelmisch. „Du sollst dirs doch selber umhängen, wenn dus schon gekauft hast.“

„Ich hab’ es nit gekauft. Ich hab’ es von der Kulmbock-Fronerl schenkt bekommen.“

„Und willst es jetzt ans Lamperl hängen?“

„Weil ich’s deinetweg hab’ thun wollen.“

Sie streichelt ihm das Haar. „Dummer Bruder, du! Was man lieb geschenkt kriegt, das darf man nit gleich wieder so herschenken. Das muß man schön behalten.“

Er wendet sich unwillig ab: „Hab’ mir’s eh gedacht. Was von mir kommt, das ist dir nichts mehr. Von jedem andern nimmst alles.“

„Von jedem andern? Wie ist das gemeint, Rocherl?“

Er kniff die Lippen zusammen und die Augen zu, er preßte sich die Faust an die Brust, als wäre ein heftiger Schmerz totzudrücken.