„Und es schreit doch wer drüben, ich lasse mir’s nicht nehmen. Komm, wir müssen hinüber!“
Wie der Bursche sieht, ich wäre nicht zu halten, geht er mit und sagt: „Hansel, du wirst im Ausgedinghäusel wohl wen finden. Du wirst den Saufüsselbuben finden. Den hab’ ich dort eingesperrt.“
„Aber Lapp!“ rufe ich aus, „du wirst dem dummen Schusterbuben doch die Osternacht nicht noch immer nachtragen!“
„Ich wollt’ nicht reden davon. Vom Hasenschrecker,“ sagt der Rocherl, vor Erregung die Worte ganz kurzatmig hervorstoßend. „Du weißt ja eh davon. Hast ihn eh selber zerfetzt. Der Saufüssel hat ihn aufgestellt vor ihrem Fenster.“
„Was Teufel noch einmal! Der und allemal der, wenn wo ein Schelmenstück geschieht.“
„Schelmenstück sagst du bloß?“
„Dummheiten, sage ich.“
„Weißt du, daß ich ihn dabei erwischt habe?“ fährt der Rocherl fort, während wir durch den Schachen gehen. „Weißt du, daß ich ihn mit der Axt hab’ tot schlagen wollen den Hund? Er hat nicht mehr aus können, hat sich versteckt ins Häusel hinein. So gescheit bin ich wohl, daß ich nit nachlauf ins Finstere. Aber die Thür hab’ ich zugesperrt. Seitdem ist er drinnen und jetzt weißt es, wer so schreit.“
„Seit wann ist er drinnen?“
„Seit Samstag.“