„Weißt du nit, Barbel, daß es der Saufüssel ist gewesen, der —“
„Der dem Schaf das Füssel hat abgeworfen!“ rede ich rasch drein.
Weiter nichts. Sie weiß nichts und wir sagen nichts und mir ist zum Lachen und zum Weinen gewesen darüber, was doch die Fürsehung bisweilen für einen wunderlichen Humor hat.
Am Tage Peter und Pauls
Am Tage Peter und Pauls.
Das ist eine Extrapost. Oder ein Nachtrag zum vorigen Sonntage. Des Saufüsselbuben wegen. Die Sache liegt mir fast an. Der Junge — Clemens heißen sie ihn jetzt — ist schwer erkrankt am Typhus. Er liegt bei seiner Mutter, der Marenzel, die sich arg über die Adamsleute beklagen soll. Sie habe mit ihrem guten Pflaster dem Rocherl die Hand gerettet, sonst hätte selbige müssen weggeschnitten werden. Dafür habe dieser ganz bösartige Bursche ihren armen Clemens in eine entlegene Hütte gelockt, ihn dort tückisch überfallen und eingeschlossen, so daß der gute Knabe schon dem Hungertode verfallen war und jetzt sein junges Leben werde lassen müssen.
Darüber ist der Rocherl heute mittags nach dem Essen von seinen Eltern zur Rede gestellt worden.
„Ich sag’ dirs nur, was die Leut’ jetzt über dich reden, Rocherl,“ sprach der Hausvater. „Daß es nicht wahr ist, weiß ich gleichwohl. Wer wird denn so was thun!“