„Die Kulmbockische ist schon was gewohnt“, antwortet er, „um die thut’s mir nit leid. Und der Andere“ setzt er zögernd und finster bei, „der’s der Barbel hat angethan, —“

„Was meinst?“

„Der — lebt nimmer lang.“

Und da zuckt in seinem Aug ein grünliches Blitzen, mit dem Arm fährt er aus, daß die Schlinge reißt. Das kann ich mir nicht reimen. In diesem Knaben brennen allerhand Feuer.

Am Abende, als wir unser Vieh in dem Almstall untergebracht und uns in der luftigen Hütte eingeheimt hatten, röstete er auf dem Herdfeuer Mehlnocken — ich habe schon bessere Soupers mitgemacht. Auswendig waren sie verbrannt und inwendig spickig, auch hatte der Koch das Salzen vergessen, aber sonst waren sie gut. Das Heu nachher war noch besser, wir genossen es nach unserer Weise, indem wir uns lang und breit darauf hinlegten, ich hinten bei den Brettern, er bei der Thürwand. Von den Nachbarhütten her gab’s noch Gelächter und man hörte die grelle Stimme des „harben Kerls“.

Endlich war alles still geworden, nur daß manchmal ein Dachbrett ächzte im Nachtwind. — Oder war es der Rocherl?

„Es muß sich das Wetter ändern,“ sagte er auf einmal von seinem Heu herüber.

„Schlafst du denn noch nicht, Bergsohn?“

„Mir bohrt’s wieder in der Hand.“