Der Junge legte den Finger an den Mund: „Hörst es, was jetzt einer singt? — Totschießen, totschießen....“

„Ei, was dir nicht beikommt!“ lachte ich gröblich drein, „verstehe sie doch besser: ‚Brotessen, brotessen! Und hast du Junge im Nest, Junge im Nest, so mußt du sie fleißig atzen.‘“

In dem Augenblick, wie dem Burschen im Horchen auf den Vogel das Gesicht sich versichert, fährt es mir kalt über den Rücken. Was ist das für ein Menschenantlitz?

Ich hielt ihm meinen Taschenspiegel vor: „Willst ihn?“

„Will ich wissen, wie schön ich bin, so ist mein Brunnentrog da,“ antwortete er ablehnend, „thu’ ihn lieber dem Schulmeister spendieren, daß er sein Reibeisengesicht kann betrachten.“

„Weißt du, Rocherl, was ein junges Gesichtel noch häßlicher macht, als Blatternarben? Rate einmal.“

„Laß mich zufrieden!“

„Weißt du, was ein Menschenauge am ärgsten entstellt?“

„Was lauter?“

„Der Haß.“